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Wirtschaftsredaktor Reto Lipp: «Die US-Finanzministerin sollte die SNB eigentlich verstehen»
Aus News-Clip vom 16.12.2020.
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Währungsmanipulator Schweiz? Yellen sollte die Schweizer Nationalbank eigentlich verstehen

Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Schweiz erfüllt rein objektiv die drei Kriterien, die die US-Regierung aufgestellt hat, um Währungsmanipulatoren zu brandmarken. Und die Nationalbank hat ja auch im Corona-Jahr wieder massiv an den Devisenmärkten interveniert.

Höhenflug des Schweizer Frankens verhindern

Die UBS spricht davon, dass die SNB bis Ende November für 120 Milliarden Franken ausländische Devisen, vor allem Euro, gekauft hat. Die SNB weist die Vorwürfe allerdings zurück. Denn die Schweiz mache keine Währungsinterventionen, um der Schweizer Wirtschaft einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Es gehe einzig und allein darum, zu verhindern, dass der Schweizer Franken durch die Decke schiesst, weil in Krisenzeiten wie jetzt immer viel ausländisches Geld in den Franken fliesst.

Jordans exzellente Beziehungen

Dies führt dann zu einer massiven Aufwertung. Die SNB sieht ihre Reaktion als rein defensiv an. Ob das die neue Administration Biden auch so sieht, wird sich zeigen. Eines ist schon mal ein Vorteil: SNB-Präsident Thomas Jordan hat exzellente Beziehungen zur neuen US-Finanzministerin Janet Yellen. Sie war früher US-Notenbank-Chefin und Jordan kennt sie von unzähligen Treffen.

Yellen ist zudem eine äusserste renommierte Ökonomin, die die Sachzwänge der Schweizer Notenbank verstehen sollte. Ob das alles hilft, um Sanktionen zu vermeiden, ist schwer zu sagen. Allerdings dürfte die neue Administration derzeit wichtigere Probleme haben als die Abstrafung der Schweiz.

Reto Lipp

Reto Lipp

Wirtschaftredaktor

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Während seines Studiums der Ökonomie an der Universität Zürich war Reto Lipp bereits freier Mitarbeiter bei «Radio Z». Später war er Mitglied der Redaktionsleitung. Nach einem Wechsel zu den Printmedien arbeitete Lipp als Vizedirektor bei der UBS im Bereich Wealth Management. Er moderiert die Sendungen «ECO», «ECO Talk» und «SRF Börse».

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Na dann mal weiter im Hoffnungsprinzip mit der lieben Janet. Ob da Thomas Jordans Beziehungen reichen? Irgendwie scheint mir das schon eher ein Strohhalm zu sein, nach dem wir da greifen!
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  • Kommentar von Udo Gerschler  (UG)
    Natürlich versteht Yellen dies und weis ganz genau wie sie die Kuh die Milch gibt melken kann.Da Zeigt der Dieb mit den Finger auf den Unschuldigen und ruft haltet den Dieb.War aber bei der Überschuldung der USA auch nicht anders zu erwarten.
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  • Kommentar von Peter Raidt  (Just me)
    Die Schweiz sollte jetzt die Notenpresse anwerfen und Franken unters Volk ausschütten. Lock down 1 Monat bei Vollkompensation. Auch Geschäftsviertel. Nach 1 Monat sind die ICUs leer von Covid Patienten, Taschen voller Geld.
    Und der Frankenkurs nach unten verschoben..Ganz einfach
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