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Schweiz Waffenbesitz: Woher darf man (nicht) kommen?

Bestimmte Staatsangehörige dürfen in der Schweiz keine Waffe kaufen, tragen oder besitzen. Vor einigen Monaten wollte der Bundesrat die schwarze Liste verlängern – jetzt soll sie plötzlich gekürzt werden.

Legende: Video «Kontroverse um Waffenverbots-Liste» abspielen. Laufzeit 3:31 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.07.2013.

Staatsangehörige aus mehreren sogenannten Krisenstaaten haben in der Schweiz keinen Zugang zu Waffen. Das Verbot gilt für Bürger aus Sri Lanka, Algerien, Albanien, Kosovo, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, sowie aus Serbien, Kroatien, Montenegro und der Türkei. Sie dürfen hier zulande weder Waffen kaufen, besitzen noch tragen.

Justizministerin Simonetta Sommaruga will Kroaten und Montenegriner nun von dieser Liste streichen, wie «10vor10» berichtet. Eine Kehrtwende: Vor ein paar Monaten hatte der Bund noch angekündigt, die Liste zu verlängern.

Der Bundesrat begründet seinen Entscheid wie folgt: «Kroatien ist kein Krisen- oder Konfliktgebiet mehr und dass fortwährende gewalttätige Auseinandersetzungen stattfinden würden, ist nicht ersichtlich. Kroatien ist zudem seit dem 1. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union. Kroatien ist deshalb von der aktuellen Liste zu streichen und zukünftig den anderen EU-Mitgliedstaaten gleichzustellen.»

12 Kommentare

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  • Kommentar von elize naude, zürich
    mit waffen löst man kein einzige problem... schaffe aber welche!!!
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Seit dem, ich und meine Frau (mit Baby) vor meinem Haus Angegriffen, und Zusammen geschlagen wurden, habe ich immer eine Waffe zur Selbstverteitigung dabei, welche sofort ohne zu zögern eingesetzt wird. Wenn jetzt der Waffenbesitz von gewissen Risiko Gruppen erlaubt wird, dann wird der Besitz von Waffen für viele legalisiert, und können somit nicht mehr belangt werden, wenn bei diesen eine Waffe zuhause gefunden wird. Ein Fehlentscheid, in grossem Ausmass ist das, mehr nicht.
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  • Kommentar von Karl Huber, Uster
    schon sehr erstaunlich: Nach Ablehnung der Waffenschutz-Initiative appellierte Frau BR Sommaruga eindringlich, die Schweizer sollen ihre Waffen freiwillig abgeben. Die gleiche Frau - und weitere PolitikerInnen aus dem linken Lager - sehen nun kein Problem darin, dass Lybier, Afghanen usw., die in der CH wohnen, hier Waffen legal erwerben und besitzen dürfen. Den Wehrdienst leistenden Männern misstraut man - aber Frremden aus Kriegsgebieten traut man. Ich wundere mich sehr!
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