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Wie ändert das Klima den Urnengang?
Aus Tagesschau vom 28.09.2019.
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Einfluss auf Wahlen «Der Effekt der Klimajugend auf die Parteiprogramme ist gross»

Jugend, Wahlen und Kampagnen gehören zu den Schwerpunkten der Politikwissenschaftlerin Cloé Jans vom Forschungsinstitut gfs.bern.

Die Jugendlichen, die diese Bewegung stark mittragen, sind aufgewachsen in Zeiten, in denen Krisen zum Alltag gehörten
Autor: Cloé JansPolitologin

Parteiprogramme wurden umgeschrieben

Dass das Klima die Jugend bewegt, habe seine Gründe: «Die Jugendlichen, die diese Bewegung stark mittragen, sind aufgewachsen in Zeiten, in denen Krisen zum Alltag gehörten: Wirtschaftskrise, Migrationskrise und eben auch diese Umweltkrise. Sie sind sich nicht sicher, wie ihre Zukunft aussehen wird, und das erhöht die Problemwahrnehmung.»

Kinder und Jugendliche an der Klimademonstration in Bern.
Legende: Welchen Einfluss genau die Sorge um das Klima auf die Wahlen haben wird, wird sich am 20. Oktober zeigen. Keystone

Sie seien zudem gut ausgebildet und digital vernetzt. Der Effekt auf die Politik darum vorhanden, erklärt Jans vom Forschungsinstituts GFS weiter: «Wir wissen noch nicht, wie sich das in den Parteienstärken national auswirken wird. Aber wenn wir die politische Grosswetterlage betrachten – die Themen, die diskutiert werden in diesem Wahljahr – dann kann man sagen, dass der Effekt sehr gross ist.» Parteiprogramme seien umgeschrieben worden.

Fukushima verpuffte

Auch in den Kantonen könne man die Wirkung laut der Politologin Jans sehen. So gingen junge Leute und Frauen häufiger an die Urne, Links-Grün legte zu. Allerdings: 2011 etwa bewegte Fukushima, der Effekt verpuffte: «Auch damals war es ein eidgenössisches Wahljahr. Die nukleare Katastrophe in Fukushima hat damals ebenfalls die Leute bewegt, sie hat ihnen Sorgen und Angst bereitet.»

Seit mehreren Jahren sehen wir, dass die Leute sich mehr und mehr Sorgen um die Umwelt machen.
Autor: Cloé JansPolitologin

Aber es sei dann keine systematische Zunahme in der Problemwahrnehmung der Klimafrage beobachtet worden. «Das ist heute anders: Seit mehreren Jahren sehen wir, dass die Leute sich mehr und mehr Sorgen um die Umwelt machen.»

Wieweit das die Bevölkerung an die Urne bewegt, wie stark sich die Umwelt-Politik künftig ändert: die Politologin wird es im Auge behalten.

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68 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Oftmals werden die Aktivisten dafür kritisisert, dass sie demonstrieren. Da diese aber noch nicht wahlberechtigt sind, bleibt gar kein anderes Mittel übrig, um auf die Politik Einfluss zu nehmen. Ein Effekt, der generell wohl unterschätzt wird: Sie reden ihren Eltern ordentlich ins Gewissen, auch was die Wahlen angeht.
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  • Kommentar von Markus Schenk  (HUSH)
    Freue mich auf die saftigen Strom- und Heizkosten Erhöhungen, sowie den Abbau. resp. Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland. Bin dann gespannt auf das Geschrei dieser Demonstranten. Ich zumindest bin praktisch Selbstversorger von Strom und Wärme, ohne Subventionen. Die lieben, netten und Klimaschützer wissen leider immer noch nicht woher der "Müntz" kommt. Nur fordern und ja nichts selber Umsetzen, das ist Fakt.
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    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Da Sie Selbstversorger sind, können Sie sich tatsächlich auf die saftigen Rechnungen freuen, die Sie nicht bekommen werden.
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  • Kommentar von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
    In der Schweiz gibt es leider noch keine Partei, die begriffen hat, was wir gegen die Klimaerwärmung tun müssen! Weltweit werden ca. 85% der Energie mit Erdöl, Erdgas und Kohle abgedeckt. Photovoltaik deckt in der Schweiz im Winterhalbjahr erst 1,75% Windkraft nur 0,3%. Sogar in Neubauten werden Öl- und Gasheizungen eingesetzt. Photovoltaik und saisonale Stromspeicherung werden zu wenig gefördert. Erneuerbare Energien und Kernenergie können nur gemeinsam den Energiebedarf jemals abdecken.
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