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Priska Grünenfelder möchte die erste Glarner Frau in Bern werden.
abspielen. Laufzeit 06:37 Minuten.
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Nationalratswahlen Glarus Priska Grünenfelder setzt sich für die nächste Generation ein

Die SP-Politikerin setzt auf die Stimmen der Frauen, der jungen Leute und der Klimaschützer. Sie dürfte gegen Martin Landolt einen schweren Stand haben.

Erst spät, Anfang September, hat Priska Grünenfelder ihre Kandidatur für den einzigen Glarner Nationalratssitz bekannt gegeben. Es sei Zeit, dass eine Frau die Glarnerinnen und Glarner in Bern vertrete, begründete sie ihren Schritt. Sie wolle sich insbesondere in der Familienpolitik, in Fragen der Gleichstellung und der Nachhaltigkeit engagieren.

Priska Grünenfelder

Priska Grünenfelder

Nationalratskandidatin GL

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  • Priska Grünenfelder, geboren 1986 in Glarus, besuchte die Schulen in Niederurnen und schloss 2005 die Kantonsschule ab.
  • An der PH in Zürich bildete sie sich zur Sekundarlehrerin aus.
  • Nach einem längeren Aufenthalt in Zürich kam sie mit ihrer Familie zurück ins Glarnerland. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern wohnt sie seit vier Jahren in Näfels.
  • 2018 engagierte sie sich als SP-Mitglied für die Wahl in den Glarner Landrat.
  • Als Fachlehrerin unterrichtet sie seit 2018 im Teilzeitpensum in Richterswil.

Bisher kaum politische Erfahrungen

Zur Politik sei sie eher durch Zufall an einer Podiumsveranstaltung ihrer Schule gekommen, erklärt die 33-Jährige. Bisher habe sie noch nie ein politisches Amt gehabt.

2018 hatte sich Grünenfelder als Kandidatin für den Glarner Landrat aufstellen lassen, verpasste aber einen Sitz eher knapp.

Linksgrüne Allianz

Am 9. September nominierte die SP-Kantonalpartei Priska Grünenfelder einstimmig zu ihrer Nationalratskandidatin. Gleichzeitig beschloss die Partei, den Grünen Ständeratskandidaten This Zopfi bei seinem Wahlkampf zu unterstützen. Es brauche einen linksgrünen Schulterschluss, wenn das «moderne Glarus» eine Chance auf einen Sitz haben will, hiess es.

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Legende: Smartvote

Die politischen Ziele

Den Auslöser für ihre politische Karriere war ein Podium, welches sie als Sekundarlehrerin mitorganisiert hatte. Die Frauen und die Jungen sind untervertreten. «Es ist Zeit für die erste Glarnerin in Bern», sagt Grünenfelder.

Es ist Zeit für die erste Glarnerin in Bern.
Autor: Priska GrünenfelderSP-Nationalratskandidatin Glarus

Priska Grünenfelder teilt sich die Familienzeit mit ihrem Mann. Beide arbeiten Teilzeit. Sie möchte, dass alle, die ein solches Familienmodell leben wollen, dies auch können und dass dies nicht die Ausnahme sei. Sollte sie nach Bern gewählt werden, würde sie ihre Teilzeitstelle als Sekundarlehrerin aufgeben.

Ich möchte authentisch für einen Wandel in der Klimapolitik einstehen.
Autor: Priska GrünenfelderSP-Nationalratskandidatin Glarus

Grünenfelders haben drei kleine Kinder. «Ich möchte, dass auch meine Kinder einen Planeten, ein Land, ein Glarnerland haben, wo sie es gut haben», sagt Grünenfelder. Deshalb sei ihr auch Klimapolitik wichtig. Sie wolle authentisch für einen Wandel in der Klimapolitik einstehen und Nägel mit Köpfen machen.

Die Wahlchancen

Priska Grünenfelder dürfte mit ihren linken Anliegen und als Stimme für die Frauen punkten. Um Martin Landolt aus dem Nationalrat zu werfen, müsste sie aber auf Anhieb mehr Stimmen holen, als der langjährige Politiker. Das dürfte im traditionell konservativen Kanton Glarus schwierig werden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser  (moser.b)
    Nichts gegen Frau Grünenfelder.
    Aber würde es die SP ernst meinen, dann würde man mit einer ernsthaften Kandidatur antreten. Aber so wie die Partei schon 2008 fast freiwillig das Mandat der BDP überlassen hat, so tritt sie jetzt nicht ernsthaft an.

    Denn ist man realistisch, ohne das Mandat aus GL wird die BDP fast sicher nicht mehr in Fraktionsstärke die Wahlen 2019 überleben. Sofern es überhaupt reicht, denn das Mandat im AG ist fast sicher weg, und BE + ZH sind auch schwer zu halten.
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  • Kommentar von Mark Stalden  (Mark)
    Weiblich, Jung und besorgt um die Umwelt, das Pure Gegenteil eines SVP Kandidaten.
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