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Aus dem Archiv: Ständerat dürfte etwas jünger und grüner werden
Aus Tagesschau vom 20.10.2019.
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Zweite Wahlgänge Ständerat Diese Kandidatinnen und Kandidaten haben die besten Chancen

Noch sind 13 Ständeratssitze nicht vergeben. Bis zum 24. November finden in 9 Kantonen zweite Wahlgängen statt.

Aussichten auf einen Sitzgewinn

Tabelle zeigt Wahlchancen nach Partei und Kantonen

Offenes RennenSehr gute Chancen
SVPAG, BE, SG, SO, SZ, TI, ZG
SPBE, SG, TISO
FDPBE, BL, TI, ZG, ZHAG
GrüneAG, BE, BL, ZG (ALG), ZH
CVPAG, SG, SZ, TI

Bern, 17. November, 2 Sitze

Ausgangslage: Hans Stöckli (SP/bisher) und Regula Rytz (Grüne) gegen Werner Salzmann (SVP) und Christa Markwalder (FDP) – so präsentiert sich die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang. Beatrice Simon (BDP) hat sich zurückgezogen, weil die Bürgerlichen auf ein gemeinsames Ticket von SVP und FDP setzen. Sie wollen so zumindest den Sitz des zurückgetretenen Werner Luginbühl (BDP) verteidigen.

Im Vorfeld hatten SP und Grüne vereinbart, bei einem allfälligen zweiten Wahlgang nur noch auf den Kandidaten oder die Kandidatin mit dem besseren Resultat zu setzen. Wegen der grünen Wahlerfolge auch in Bern und des knappen Vorsprungs von Stöckli auf Rytz (lediglich rund 2300 Stimmen) verzichten sie auf das Einhalten dieser Vereinbarung. Sie setzen ebenfalls auf ein Zweierticket.

Prognose: Es hängt davon ab, wie die beiden Lager mobilisieren können. Im bürgerlichen Lager spannen zwei zusammen, die sonst ihr Heu politisch nicht immer auf derselben Bühne haben. Deshalb gibt es aus den Parteien auch Kritik am Vorgehen. So gesehen ist es nicht ausgeschlossen, dass der Kanton Bern zum ersten Mal ein rot-grünes Duo in den Ständerat schickt.

Solothurn, 17. November, 1 Sitz

Ausgangslage: Der Bisherige Pirmin Bischof (CVP) ist wiedergewählt. Um den zweiten Ständeratssitz kämpfen der Bisherige Roberto Zanetti (SP) und Nationalrat Christian Imark (SVP). Zanetti hatte die Wiederwahl im ersten Wahlgang knapp verpasst und machte deutlich mehr Stimmen als Imark. FDP und CVP haben für den 2. Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen.

Prognose: SP-Ständerat Roberto Zanetti wird seinen Sitz verteidigen.

St. Gallen, 17. November, 2 Sitze

Ausgangslage: Die beiden Bisherigen Beni Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) erzielten im ersten Wahlgang klar am meisten Stimmen. Die SVP greift Rechsteiners Sitz mit Roland Rino Büchel an. Das Argument: St. Gallen solle eine rein bürgerliche Vertretung nach Bern schicken. Die SVP verspricht sich Chancen, zumal Marcel Dobler (FDP) verzichtet.

Prognose: Das Rennen ist offen. Paul Rechsteiner (SP) scheint nach dem ersten Wahlgang jedoch einen Vorteil durch den Bisherigen-Bonus zu haben. Beni Würth (CVP) ist nicht gefährdet.

Tessin, 17. November, 2 Sitze

Ausgangslage: Nach dem ersten Wahlgang liegen der Bisherige Filippo Lombardi (CVP) und SVP-Nationalrat Marco Chiesa vorne. Schaffen es die Linksparteien ihre Stimmen für Marina Carobbio Guscetti zu bündeln, könnte es für einen Ständeratssitz reichen – auch deswegen, weil fraglich ist, ob die CVP-Wähler den FDP-Kandidaten Giovanni Merlini voll unterstützen.

Prognose: Das Rennen ist offen. Beobachter sehen leichte Vorteile für Filippo Lombardi. Dahinter liefern sich Chiesa (SVP), Merlini (FDP) und Carobbio (SP) ein Rennen um den zweiten Sitz.

Zürich, 17. November, 1 Sitz

Ausgangslage: Der Bisherige Daniel Jositsch (SP) hat die Wiederwahl klar geschafft. Um den zweiten Ständeratssitz kämpfen der Bisherige Ruedi Noser (FDP) und Marionna Schlatter (Grüne), die im ersten Wahlgang überraschend gut abgeschnitten hat. Die SVP hat die Kandidatur von Roger Köppel zurückgezogen, um den Einzug der Grünen Marionna Schlatter in den Ständerat zu verhindern und unterstützt Ruedi Noser. Die anderen drei Kandidaten des ersten Wahlgangs - GLP-Kandidatin Tiana Angelina Moser, EVP-Kandidat Nik Gugger und CVP-Kandidatin Nicole Barandun – zogen sich alle zurück. Die GLP hat daraufhin Stimmfreigabe beschlossen.

Prognose: Das Rennen ist offen. Beobachter sehen leichte Vorteile für Noser, weil er von der SVP unterstützt wird.

Zug, 17. November, 1 Sitz

Ausgangslage: Der Bisherige Peter Hegglin (CVP) hat die Wiederwahl im ersten Wahlgang geschafft. Um den zweiten Ständeratssitz buhlen Matthias Michel (FDP), Heinz Tännler (SVP) und Tabea Zimmermann von den Alternativen–Die Grünen (ALG). Nach dem ersten Wahlgang lag Michel hauchdünn vor Tännler.

Prognose: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Matthias Michel (FDP) und Heinz Tännler (SVP): Ausschlaggebend werden die Stimmen der CVP-Wähler sein. Verteilen sich die bürgerlichen Stimmen jedoch gleichmässig, und gelingt es den Linken zu mobilisieren, könnte Tabea Zimmermann (ALG) als lachende Dritte die Wahl für sich entscheiden.

Aargau, 24. November, 2 Sitze

Ausgangslage: Der Drittplatzierte SP-Nationalrat Cédric Wermuth tritt nicht mehr zur Ständerats-Stichwahl an. Dafür steigt Ruth Müri (Grüne) erneut ins Rennen. Darauf haben sich die beiden Parteien geeinigt. Müri erhält für den zweiten Wahlgang die Unterstützung der SP. Thierry Burkart (FDP), Hansjörg Knecht (SVP) und Marianne Binder-Keller (CVP) sind die weiteren Kandidaten.

Prognose: Thierry Burkart (FDP) holte im 1. Wahlgang am meisten Stimmen und geht als klarer Favorit ins Rennen. Der Kampf um den zweiten Sitz ist offen, mit Vorteil für den Zweitplatzierten Hansjörg Knecht (SVP).

Basel-Landschaft, 24. November, 1 Sitz

Ausgangslage: Nach dem ersten Wahlgang hat sich SP-Mann Eric Nussbaumer zugunsten von Maya Graf (Grüne) zurückgezogen und die abgeschlagene Elisabeth Augstburger (EVP) tritt nicht mehr an. Es kommt zum Duell zwischen den Nationalrätinnen Maya Graf (Grüne) und Daniela Schneeberger (FDP). Die Grüne Kandidatin vertritt pointiert links-ökologische Positionen. Die FDP-Frau gehört zum konservativen Flügel ihrer Partei.

Prognose: Es gewinnt, wer die Wählerschaft der Mitteparteien für sich gewinnen kann. Das Rennen ist offen.

Schwyz, 24. November, 1 Sitz

Ausgangslage: Der Bisherige Alex Kuprecht (SVP) hat im ersten Wahlgang die Wiederwahl geschafft. Um den zweiten Ständeratssitz kommt es zu einem Zweikampf zwischen Nationalrat Pirmin Schwander (SVP) und Baudirektor Othmar Reichmuth (CVP) um den Sitz des abtretenden SVP-Ständerats Peter Föhn. FDP-Kandidat und amtierender Finanzdirektor Kaspar Michel, der im ersten Wahlgang auf dem vierten Platz gelandet war, tritt nicht mehr an. Die FDP empfiehlt beim zweiten Wahlgang Stimmfreigabe. Dritte Kandidatin ist die parteilose Auslandschweizerin Honorata Züger. Sie gilt als chancenlos.

Prognose: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Ständeratssitz zwischen Schwander (SVP) und Reichmuth (CVP). Beide haben Chancen, weil die FDP keine Stimmvorgabe erteilt hat. Der Kanton Schwyz gilt zwar als SVP-Hochburg, was für SVP-Hardliner Schwander spricht. Als amtierender Baudirektor des Kanton Schwyz kann Reichmuth aber Stimmen über die Parteigrenzen hinweg holen.

Sendebezug: SRF 4 News, 30.10.19, 7 Uhr

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57 Kommentare

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  • Kommentar von H. Pfister  (HPfister)
    Der zweite Wahlgang für den Ständerat wird klar an Rot-Grün gehen. Die Mitte-Parteien und bürgerlichen Parteien werden wieder an der fehlenden Mobilisierung scheitern. Wenn soll man wählen. Die extremen Rechten monieren bei jeder Kritik "Immer böse SVP" die extreme Linken monieren und unterstellen jedem der es wagt ihre geliebten Linken zu kritisieren "Immer böse Linken". Weil sie keine andere Meinung ertragen. Dieser Extremismus lehne ich ab. Darum wähle ich die Kandidaten der Mitte von der FDP
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  • Kommentar von H. Pfister  (HPfister)
    @Francis Waeber Weil sie ständig von den "bösen Linken" schreiben. Ich kann dies halt nicht teilen. Es stimmt zwar, dass einige Linke keine Kritik erlauben und dann pauschale Angriffe lostreten. Aber es gibt sehr wohl sehr gute Linke. Die SP ist etwa sehr wichtig für unser Land. Da greift mir Ihr Pauschalangriff "böse Linke" einfach zu kurz.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Ex-Bundesrätre sollten sich aus den jetztigen Wahlen raushalten und keine Vorschläge unterbreiten oder Aufruf zur Unterstützung eines Kandidaten machen. Siehe Ex-FDP-Bundesrat Pascal Couchepin. Ihre Zeit ist vorbei. Leider können es viele nicht lassen, sich immer wieder bei politischen Themen in den Vordergrund zu stellen. Daumen runter!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Verzeihung, wieso kritisieren sie Herr Couchepin? Solches habe ich nicht gelesen als Gestern Herr Blocher seine Empfehlung eröffnete. Herr Couchepin und Herr Blocher haben das Recht zu sagen was sie wollen. Sie taten dies an Hand der Parteiversammlungen. Und wenn das die Medien veröffentlichen ist das deren Entscheid Frau Keller.
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    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @A. Keller - das müsste dann konsequenter weise auch für Dr. Blocher und Herrn Leuenberger gelten, oder? Ich seh's anders. Die können - zumindest in diesem Land - sagen was sie wollen.
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    3. Antwort von H. Pfister  (HPfister)
      Schön wieder böse Linken Wäber? Warum soll sich Herr Leuenberger weiterhin SP-Mitglied nicht zu den Wahlen äussern dürfen? Sie können doch nicht einfach nur alle als die "bösen Linken" bezeichnen. Selbst Alt BR- Leuenberger.
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