Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wen nominiert Rot-Grün anstelle von Ackermann ?
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 27.10.2020.
abspielen. Laufzeit 08:10 Minuten.
Inhalt

Wahlen Basel-Stadt 2020 Nach Amtsverzicht in Basel sucht Rot-Grün eine neue Kandidatin

Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann nimmt sich aus dem Rennen. Die linke Heidi Mück stellt sich zur Verfügung.

Nach der Ankündigung der grüne Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, beim zweiten Wahlgang bei den Basler Regierungswahlen nicht mehr anzutreten, sucht das rot-grüne Lager nach einer neuen Kandidatin für den zweiten Wahlgang.

Bei der linken Gruppierung Basta, die mit den Grünen ein Bündnis bildet, hat sich Co-Präsidentin Heidi Mück bereit erklärt, in die Bresche zu springen. Allerdings müssen zu ihrer Kandidatur auch die Grünen und die Sozialdemokraten Ja sagen. Diese entscheiden am Dienstagabend.

Schlechtes Resultat im ersten Wahlgang

Die bisherige Regierunspräsidentin Elisabeth Ackermann hat am Dienstagmorgen bekannt gegeben, dass sie beim zweiten Wahlgang nicht mehr antritt.

In einer Mitteilung lässt sie sich mit den Worten zitieren: «Ich bedaure es sehr, die politische Arbeit aufzugeben, die ich sehr gern gemacht habe. Mir fehlt unter den gegebenen Umständen die Kraft, in einen zweiten Wahlgang zu gehen.» Ackermann landete im ersten Wahlgang auf Platz neun.

Dauerkritik an Ackermann

Seit etwa zwei Jahren steht Ackermann unter Dauerkritik. Die Medien werfen ihr vor, sie sei rhetorisch zu wenig begabt, um das Amt als Regierungspräsidentin ausfüllen zu können.

In diesem Jahr kam es schliesslich beim Historischen Museum zum Eklat. Ackermann entliess den erfolgreichen, aber höchst umstrittenen Direktor. Die Geschäftsrprüfungskommission des Parlamentes warf Ackermann schliesslich vor, bei der Entlassung Fehler gemacht zu haben und die Öffentlichkeit nicht korrekt informiert zu haben.

Leistungsausweis sei beachtlich

Diese «Museumsaffäre» dürfte Ackerman am Wochenende viele Stimmen gekostet haben. Harald Friedl, der Parteipräsident der Grünen, verteidigt Ackermanns Leistungsausweis. Der sei beachtlich, man habe aber nur auf ihre rhetorischen Mängel geschaut.

Linke Regierungsmehrheit in Gefahr

Für das rot-grüne Lager geht es im zweiten Wahlgang Ende November um den Erhalt seiner Mehrheit, die es in Basel-Stadt seit 16 Jahren innehat. Sozialdemokraten und Grüne müssen sich daher in Rekordzeit auf eine gemeinsame Kandidatur einigen - und es schaffen, den oder die Auserwählte als valables Regierungsmitglied in der Öffentlichkeit zu verkaufen.

Die Ausgangslage für den 2. Wahlgang

Von den sieben Regierungssitzen sind noch drei zu besetzen - fünf aussichtsreiche Kandidierende stehen bereit: Kaspar Sutter (SP), die beiden Newcomerinnen Stephanie Eymann (LDP) und die Grünliberale Esther Keller sowie der amtierende Sicherheitschef Baschi Dürr (FDP) - und die noch zu kürende Person aus dem rot-grünen Lager. Diese muss spätestens am Mittwoch angemeldet werden.

Regionaljournal Basel 17:30 Uhr ;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Jetzt ist der Weg frei für Sibel Arslan - und sonst ist Stephanie Eymann schon jetzt gewählt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Fehler in der Berichterstattung. "Vier aussichtsreiche Kandidaten" stehen zur Verfügung?
    Nein es sind fünf! Kaspar Sutter (SP) wurde glatt vergessen, er stand an 5. Stelle und lag noch vor Baschi Dürr und Esther Keller.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Ein kluger Entscheid. Die Frage ist ja nicht, ob Frau Ackermann Fehler gemacht, sondern ob das Volk ihre Amtsführung als mangelhaft empfunden hat. Die Grünen werden mit einer neuen Kandidatin für das Regierungsamt antreten - mit guten Aussichten. Rotgrün bekam bei den Parlamentswahlen 48 von 100 Sitzen, die bürgerlichen Parteien gerademal 37. Die GLP erhielt 8 Sitze. Für das Regierungspräsidium dürfte Tania Soland (SP) antreten, die bestgewählte Regierungsrätin, mit sehr guten Chancen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen