78 von 86 Gemeinden im Baselbiet sind ausgezählt und bisher sieht es nach einem Sieg für Matthias Liechti von der SVP aus. Allerdings liegt der Grüne Philipp Schoch nur knapp 2000 Stimmen hinter Liechti, das Rennen ist also denkbar knapp.
Nötig wurde die Wahl wegen des Rücktritts des langjährigen Baudirektors Isaac Reber (Grüne). Die Ausgangslage ist einfach: Die Grünen wollen ihren Sitz verteidigen, die SVP ihren 2023 verlorenen Platz in der Regierung zurückerobern.
Schoch setzt auf Kontinuität in der Energie‑ und Verkehrspolitik und will einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, wie er im Wahlkampf betonte. Liechti fordert dagegen einen Kurswechsel: Mehr Kapazitäten auch auf der Strasse sowie Anreize statt Verbote in der Energiepolitik.
Die Wahl hat über die Person hinaus Gewicht: Die SVP ist zwar stärkste Kraft im Parlament, aber seit rund drei Jahren nicht mehr in der fünfköpfigen Regierung vertreten. Ein Sieg Liechtis würde das bürgerliche Lager stärken. Denn FDP, SVP und Mitte stehen geschlossen hinter Liechti. Schoch wird neben den Grünen auch von der SP unterstützt.
Mit der Wahl entscheidet die Baselbieter Stimmbevölkerung somit auch über die künftige politische Ausrichtung des Kantons.