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Die Türken in der Schweiz an der Urne
Aus Tagesschau vom 16.06.2018.
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Wahlen in der Türkei Andrang bei Stimmabgabe der Schweizer Auslandstürken

Es könnte eng werden für Präsident Erdogan. Die Stimmen der Auslandstürken sind deshalb wichtig, auch die der Schweizer.

Präsident Recep Tayyip Erdogan braucht jede einzelne Stimme, um seine Wiederwahl zu sichern - auch jene der rund drei Millionen Auslandtürken. Seit gestern dürfen jene in der Schweiz wählen.

Der Andrang ist gross – unter anderem auch vor dem Hallenstadion in Zürich. Hier hat sich das türkische Konsulat seit gestern eigens für die Wahlen für fünf Tage eingemietet.

Opposition macht Wahl spannend

«Es geht um die Zukunft der Türkei. Und wenn ich sehe, wie sich unser Land in den letzten 15 Jahren entwickelt hat, dann finde ich, sollte das so weitergehen», sagt Onur Atlas. Hingegen meint Bülent Bitlice: «Unsere Heimat hat derzeit wirklich viele Probleme ökonomischer und politischer Art. Deshalb hoffe ich, dass sich am Juni einiges ändern wird.»

Die Neuwahlen gelten vor allem deshalb als bedeutend, weil Erdogan damit den angestrebten Wechsel in ein Präsidialsystem besiegeln möchte. Dieses stattet den Präsidenten mit deutlich mehr Macht aus. Doch die Opposition stellt gleich fünf Gegenkandidaten, welche Erdogan hohe Stimmverluste bescheren könnten.

Schweiz kaum entscheidend für Wahlausgang

Für Türkei-Kenner Reinhard Schulze ist aber klar, dass Erdogan dennoch auch auf viele Stimmen aus der Schweiz hofft. Und das obwohl «die türkischen Gemeinden hier in der Regel anders abstimmen als sonst in Europa – eher liberaler und weniger Erdogan-treu», so der Islamwissenschaftler der Uni Bern.

Aus der Schweiz bekam Erdogan bei der letzten Abstimmung 2017 knapp vierzig Prozent der Stimmen. Die rund 100'000 wahlberechtigten Türkinnen und Türken in der Schweiz werden wohl nicht entscheidend für den Wahlausgang sein.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Ebenda)
    Die türkischen Mitbürger sollten sich der Annehmlichkeiten, Freiheiten und der Sicherheit in der CH bewusst werden. Wäre es nicht auch schön, wenn die Türkei die Chance erhielte, sich in die gleiche Richtung zu entwickeln.
  • Kommentar von R. Glättli  (R. Maier-G.)
    Ich finde, wer abstimmen und wählen will, soll auch in diesem Land leben! Von "Aussen" zu wählen und die Konsequenzen nicht tragen müssen, ist einfach! Sollte für alle Nationen gelten, auch die Schweiz!
    1. Antwort von Willy Boller  (Willy Boller)
      @R. Glättli. Ich persönlich finde das eine sehr schwache Begründung! Auch als Auslandschweizer liegt mir das Wohl meines Heimatlandes sehr am Herzen und ich identifiziere mich nach wie vor als Schweizer. Viele Abstimmungsergebnisse wirken sich zudem auch auf uns Auslandschweizer aus. Ausserdem bezahle ich als Rentner von meiner Pension nach wie vor in der Schweiz Quellensteuern. Nicht gewusst, was?
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Für sie sind also Auslandschweizer Schweizer 2. Klasse?
    3. Antwort von Edi Steinlin  (Chäsli)
      Zudem muss das Doppelbürgerrecht so schnell wie möglich abgeschafft werden.
    4. Antwort von Henriette Rub  (ehb)
      Herr Glättli hat in der Beziehung zur Türkei recht. Erdogan Enthusiasten ausserhalb der Türkei laufen kaum Gefahr, die Schattenseiten dieses Regimes mittragen zu müssen.
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Erdogan wird in die Stichwahl muessen. Aber da die jetzt noch unheilig allierte Opposition von kommunistischen Terroristen bis zu saekularen Faschisten reicht, ist ihm in der Stichwahl das relative mehr sicher....