Erwartet wurde, dass die Machtverhältnisse im Glarner Kantonsparlament, dem Landrat, stabil bleiben. Doch es gibt eine klare Gewinnerin, die SVP, und eine klare Verliererin, die Mitte. Für die insgesamt 60 Sitze kandidierten gegen 400 Personen. Die Parteien teilen sich die Sitze in Zukunft so auf:
Als klare Gewinnerin aus den Landratswahlen geht, wie schon vor vier Jahren, die SVP hervor. Im Detail: Die SVP legt um sechs Sitze zu auf neu 24. Die FDP überholt die Mitte und ist neu zweitstärkste Kraft im Parlament, obwohl sie einen Sitz einbüsst. Grosse Verliererin ist die Mitte-Partei: Sie muss drei Sitze abgeben und hat neu noch neun. Die Grünen mit sechs Sitzen und die GLP mit fünf können die Fraktionsstärke behalten.
Der Landrat bleibt bürgerlich dominiert, die SVP bleibt wählerstärkste Partei. Abgänge hatte die Partei keine, alle Bisherigen traten erneut an. Ihr Ziel, die Sitze mindestens zu halten oder die Vormachtstellung gar auszubauen, erreichte sie überraschend mühelos.
Namhafte Glarner abgewählt
Abgewählt wurden 12 bisherigen Landrätinnen und Landräte, darunter auch namhafte Glarner Politiker. Einer davon ist der Fraktionspräsident der FDP, Hans Jenny. Ein anderer ist Hans Schubiger, der Parteipräsident der Mitte. Beide sind nicht mehr im Landrat.
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Bild 1 von 2. FDP-Fraktionspräsident Hans Jenny ist nicht mehr Mitglied des Landrats. Bildquelle: Kanton Glarus.
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Bild 2 von 2. Auch Hans Schubiger, der Präsident der Glarner Mitte-Partei, wurde nicht wiedergewählt. Bildquelle: Mitte Kanton Glarus.
«Eine bittere Pille für uns», sagt Hans Schubiger, der abgewählte Parteipräsident der Mitte. Und weiter: «Damit haben wir nicht gerechnet.»
Trotz Sitzverlust ist FDP-Co-Parteipräsident Remo Goethe zufrieden: «Als zweitstärkste Fraktion sind wir das Zünglein an der Waage. Sowohl die Mitte als auch Links-Grün kommt nicht an uns vorbei, wenn sie ihren Anliegen zum Durchbruch verhelfen wollen.»
Bei der grossen Siegerin, der SVP, ist Adrian Hager vom Präsidium entsprechend erfreut über den Wahltag: «Wir hatten mit ein bis zwei zusätzlichen Sitzen gerechnet, nun sind es sechs geworden. Wir sind überglücklich.»