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Wahlen Kanton Glarus SVP legt im Landrat zu – Mitte die grosse Verliererin

Der Kanton Glarus hat seinen Landrat neu gewählt. Die SVP bleibt die stärkste Kraft und baut ihre Vormachtstellung aus.

Erwartet wurde, dass die Machtverhältnisse im Glarner Kantonsparlament, dem Landrat, stabil bleiben. Doch es gibt eine klare Gewinnerin, die SVP, und eine klare Verliererin, die Mitte. Für die insgesamt 60 Sitze kandidierten fast 400 Personen. Die Parteien teilen sich die Sitze in Zukunft so auf:

Als Gewinnerin aus den Landratswahlen geht die SVP hervor. Im Detail: Die SVP legt um sechs Sitze zu. Die FDP ist neu zweitstärkste Kraft, obwohl sie einen Sitz verliert. Grosse Verliererin ist die Mitte-Partei: Sie musste drei Sitze abgeben und hat neu nur noch neun. Die Grünen und die GLP halten die Fraktionsstärke.

Mehrere Personen in einem Raum arbeiten mit Laptops an Tischen.
Legende: Im Glarner Wahlzentrum laufen die Berechnungen auf Hochtouren. Es dauert bis 17:30 Uhr, bis alle genauen Resultate aus den drei Gemeinden da sind. SRF/Katrin Keller

Der Landrat bleibt bürgerlich dominiert, die SVP bleibt wählerstärkste Partei. Abgänge hatte sie keine, alle Bisherigen traten wieder an. Das Ziel, die Sitze mindestens zu halten oder die Vormachtstellung gar auszubauen, erreicht die Partei problemlos.

Namhafte Glarner abgewählt

Abgewählt wurden unter anderem auch namhafte Glarner Politiker. Einer davon ist der Fraktionspräsident der FDP, Hans Jenny. Ein anderer ist Hans Schubiger, der Parteipräsident der Mitte. Beide sind nicht mehr im Landrat.

«Eine bittere Pille für uns», sagt Hans Schubiger, der abgewählte Parteipräsident der Mitte. Und weiter: «Damit haben wir nicht gerechnet.»

Trotz Sitzverlust ist FDP-Parteipräsident Remo Goethe zufrieden: «Als zweitstärkste Fraktion sind wir das Zünglein an der Waage. Sowohl die Mitte als auch Links-Grün kommt nicht an uns vorbei, wenn sie ihren Anliegen zum Durchbruch verhelfen wollen», so Goethe.

Bei der grossen Siegerin, der SVP, ist Adrian Hager vom Präsidium entsprechend erfreut über den Wahltag: «Wir hatten mit ein bis zwei zusätzlichen Sitzen gerechnet, nun sind es sechs geworden. Wir sind überglücklich.»

Regionaljournal Ostschweiz, 14.6.2026, 17:30 Uhr ; 

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