Es gebe kein «Brüllerthema» dieses Jahr. Das war die Prognose im Vorfeld zur Glarner Landsgemeinde 2026. Und sie traf ein. Uninteressant war sie jedoch nicht. 13 Traktanden standen auf der Liste. Hier die wichtigsten Entscheide der Landsgemeinde – und zum Einstieg ein paar visuelle Eindrücke.
Glarner Landsgemeinde 2026 in Bildern
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Bild 1 von 5. Um 9:15 Uhr ist der Ring noch ziemlich leer... Bildquelle: SRF/Katrin Keller.
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Bild 2 von 5. ...als es um kurz vor 10 Uhr losgeht, sieht es anders aus. Die Kulisse ist wie immer eindrücklich... Bildquelle: SRF/Katrin Keller.
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Bild 3 von 5. ...aber noch eindrücklicher sieht es aus, wenn die Stimmkarten erhoben werden. Laut dem neuen Landammann ist die Farbe dieses Jahr «safrangelb». Bildquelle: SRF/Katrin Keller.
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Bild 4 von 5. Ein Teil der Glarner Regierung beim Einzug. Der abtretende Landammann Kaspar Becker (Mitte, vorne) übergab an der Landsgemeinde das Landesschwert an den neugewählten Landamann, Markus Heer. Bildquelle: SRF/Katrin Keller.
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Bild 5 von 5. Und als neuer Landamann hatte Markus Heer einiges zu tun. Die traditionelle Kalberwurst nach der Landsgemeinde musste er sich verdienen. Um 13:50 Uhr war die Landsgemeinde zu Ende. Bildquelle: Keystone/Gian Ehrenzeller.
Steuerabzug fürs Pendeln neu beschränkt
Für notwendige Fahrten zwischen dem Wohn- und Arbeitsort gibt es eine Änderung bei den möglichen Abzügen bei den Steuern. Bisher konnten Fahrkosten unbegrenzt abgezogen werden. Neu können nur noch maximal 6000 Franken abgezogen werden.
Diese Änderung ist Teil des kantonalen Sparprogramms. 6000 Franken sei ein Wert, der im interkantonalen Vergleich im Mittelfeld liege, hiess es von den Behörden.
Verkehrsabgabe auch für Elektroautos
Neu werden im Kanton Glarus bei der Verkehrssteuer alle Fahrzeuge nach Gewicht und Motorleistung besteuert. Dieser Änderung hat die Landsgemeinde zugestimmt. Bisher wurden auf Elektroautos keine Verkehrssteuern erhoben.
Teil der angenommenen Vorlage ist eine Übergangsregelung: Für E-Autos soll es während vier Jahren einen Rabatt von 25 Prozent geben.
Prämienverbilligung wird neu automatisch ausbezahlt
Anspruchsberechtigte von Prämienverbilligungen erhalten diese künftig ohne Gesuch und automatisch. Diesem Vorschlag der Regierung stimmte die Landsgemeinde zu.
Hintergrund ist, dass der Bund die Kantone verpflichtet, deutlich mehr Geld für die Prämienverbilligung einzusetzen. Für den Kanton Glarus bedeutet das, dass er über acht Millionen Franken zusätzlich auszahlen muss.
Redezeit wird nicht beschränkt
Ein Memorialsantrag (Anliegen einer Bürgerin oder eines Bürgers) verlangte, dass Voten an der Landsgemeinde künftig auf drei Minuten begrenzt werden. Für dieses Anliegen hatte die Landsgemeinde jedoch kein Gehör, der Antrag wurde abgelehnt.
Speziell an dem Antrag war, dass dieser vom Landrat (dem Glarner Kantonsparlament) als unerheblich erklärt wurde. Die Landsgemeinde konnte deshalb nur entscheiden, ob das Anliegen gar nicht weiterverfolgt wird oder an der nächsten Landsgemeinde noch einmal ausführlich besprochen wird. Sie hat sich für Ersteres entschieden.