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Crystel Graf erzielt dritten Sitz für die FDP
Aus Tagesschau vom 09.05.2021.
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Wahlen Kanton Neuenburg FDP erzielt Mehrheit mit zwei Bisherigen und neu Crystel Graf

  • Die FDP hat bei den Staatsratswahlen im Kanton Neuenburg die Mehrheit mit drei Sitzen erreicht.
  • Die beiden bisherigen Alain Ribaux und Laurent Favre wurden mit den besten Resultaten gewählt. Crystel Graf (neu) erreichte das fünftbeste Resultat.
  • Von der SP wurden der bisherige Laurent Kurth und neu Florence Nater mit dem drittbesten Resultat als zweite Frau in den Staatsrat gewählt.
  • Der grüne Roby Tschopp blieb abgeschlagen auf dem sechsten Platz.

Nach dem guten Abschneiden der FDP-Kandidatin Crystel Graf im ersten Wahlgang haben die Freisinnigen beschlossen, mit einem Dreierticket mit den beiden Bisherigen, Alain Ribaux und Laurent Favre gemeinsam mit Graf anzutreten. Die SVP hatte ihren Kandidaten zurückgezogen.

Beim zweiten Wahlgang klassieren sich die beiden bisherigen FDP-Staatsräte Alain Ribaux und Laurent Favre mit 25'197 beziehungsweise 25'175 Stimmen. Die dritte FDP-Kandidatin Crystel Graf erobert mit 23'567 Stimmen den fünften Platz.

Alain Ribaux, Laurent Favre und Crystel Graf laufen nebeneinander
Legende: Die bisherigen FDP-Staatsräte Alain Ribaux und Laurent Favre (L) zusammen mit Crystel Graf (neu) haben im fünfköpfigen Neuenburger Staatsrat die Mehrheit. Keystone

Die erstmals angetretene Florence Nater von der SP erzielte das drittbeste Resultate mit 24'724 Stimmen. Sie liegt damit noch vor ihrem Parteikollegen und bisherigen Staatsrat Laurent Kurth mit 24'356 Stimmen. Die stärker links positionierte Nater dürfte dabei von Stimmen der Partei der Arbeit (PdA/POP) und vom Fraueneffekt profitiert haben. «Die Wählerschaft hat den Wunsch nach Veränderung geäussert», sagte Nater.

FDP zeigt sich kompromissbereit

Nach Ansicht von FDP-Staatsrat Alain Ribaux hat seine Partei mit dem Thema Beschäftigung in einem unsicheren Umfeld gepunktet. Auch wenn die FDP künftig die Mehrheit in der Regierung stelle, werde sie keine «tabula rasa» machen, sagte der Bestplatzierte der Agentur Keystone-SDA. Mit einem nahezu ausgeglichenen Parlament gehe es darum, einen soliden Konsens zu erreichen.

Dem pflichtete Laurent Kurth von der SP bei: «Die Regierung wird ausgewogene Lösungen finden müssen, um im Grossen Rat nicht einen Block gegen sich zu haben. Ich bin zuversichtlich, dass die Kollegialität mit meinen beiden bisherigen FDP-Kollegen fortbestehen wird.»

Keine Chance für die Grünen

Die SP hatte nach dem ersten Wahlgang am 18. April ihren Kandidaten Frédéric Mairy zurückgezogen, um Platz für den Kandidaten der Grünen auf dem Dreierticket zu machen. Der Plan ist nicht aufgegangen und die SP, die seit 2013 drei von fünf Regierungssitzen innehatte, hat einen Sitz verloren.

Für das links-grüne Wahlticket war Roby Tschopp von den Grünen aufgestellt worden. Der relativ unbekannte Kommunalpolitiker konnte offensichtlich das junge und weibliche Wählerinnenpotenzial im Kanton Neuenburg nur ungenügend überzeugen. Er landete mit 19'346 Stimmen auf dem sechsten Platz. Letzmals waren die Grünen von 2005 bis 2009 mit Fernand Cuche im Staatsrat vertreten.

Die Grüne Partei äusserte sich enttäuscht. Der neue Staatsrat spiegle nicht die Vielfalt des Kantonsparlaments wieder, sagte Parteipräsidentin Christine Ammann. Tschopp sei der Kandidat mit den meisten Vorzügen und der grössten Erfahrung gewesen.

Zwei Frauen in der Regierung

Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des Kantons Neuenburgs sitzen zwei Frauen in der Regierung. Erstmals war dies zwischen 2001 und 2005 mit Monika Dusong (SP) und Sylvie Perrinjaquet (FDP) der Fall. Die neue Regierung wird am 25. Mai eingesetzt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 30.2 Prozent, zehn Prozentpunkte tiefer als 2013. Bereits im ersten Wahlgang war die Beteiligung mit 32.09 Prozent niedriger als 2017 mit 34.2 Prozent. Vor vier Jahren gab es keinen zweiten Wahlgang.

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Rolf Dietrich: «Bürgerliche Mehrheit und keine Chance für die Grünen»
Aus Tagesschau vom 09.05.2021.
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SRF 4 News, 18.04.2021, 16:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Morgendämmerung in NE, hoffentlich greift die auch auf CH über. Im bei Schweiz-weiten Abstimmungen progressiv links.grün auffallenden NE schläht FDP Kandidaten den Grünen Kandidaten deutlich.
  • Kommentar von alfred maurer  (zeitgeist)
    Schade, dass die Wählerinnen und Wähler keine links, grüne alternative Kandidatin aus la Chaux de Fonds oder Le Locle zur Auswahl hatten.
    1. Antwort von Norbert Zeiner  (ZeN)
      Da haben wohl inzwischen mit Sara Wagenknechts Worten die "Selbstgerechten" und "Lifestyle-Linken" in der lokalen SP und der Grün-Sozialisten die Führung übernommen.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Schade, dass eine Politik mit mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Sinn für Oeko- und Klimaprojekte weniger gewichtet wird. Schade, dass Politik heutzutage immer mehr eigenen und nicht gemeinsamen Interessen dient.