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FDP könnte dritten Sitz auf Kosten der SP erreichen
Aus Tagesschau am Vorabend vom 18.04.2021.
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Wahlen Kanton Neuenburg Zweiter Wahlgang für Neuenburger Regierungswahl notwendig

  • Bei der Wahl in die Regierung des Kantons Neuenburg ist keiner der Kandidierenden im ersten Wahlgang gewählt worden.
  • Die beiden bisherigen FDP-Staatsräte Alain Ribaux (18'630 Stimmen) und Laurent Favre (18'520), erhielten die meisten Stimmen, gefolgt vom bisherigen Laurent Kurth (SP) mit 16'890 Stimmen.
  • Das absolute Mehr betrug 21'790 Stimmen.

Die Rangplätze 4 und 5 im fünfköpfigen Neuenburger Staatsrat belegen die beiden Frauen Florence Nater (SP) mit 13'996 Stimmen und die FDP-Kandidatin Crystel Graf mit 12'576 Stimmen.

Für die SP machte Florence Nater ein gutes Resultat – allerdings mit gemischten Gefühlen. «Mit dem Resultat der Linken haben wir das Risiko, dass unsere Mehrheit in der Regierung fallen könnte. Das schmälert meine Freude etwas», sagte Nater der «Tagesschau».

Grund dafür ist das überraschend gute Abschneiden der liberalen Crystel Graf. Sie könnte für die FDP einen dritten Sitz auf Kosten der SP holen. Die Bevölkerung brauche eine pragmatische Politik. «Sie hat begriffen, dass es mehr Ökologie und Nachhaltigkeit braucht, aber ohne Steuern und Verbote, die den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht Rechnung tragen», sagte Graf.

Grünen unter den Erwartungen

Weniger gut als erwartet haben hingegen die Grünen abgeschnitten mit ihrem Kandidaten Roby Tschopp (11'623 Stimmen) auf dem Platz 7. Den Grünen war zugetraut worden, dass sie gar einen Regierungssitz der SP erobern könnten.

«Die Grüne Welle konsolidiert sich und wir verbessern uns verglichen mit unserer Stärke vor vier Jahren. Das ist auch ein grüner Schub», sagte Tschopp. Tschopp liegt noch hinter dem dritten SP-Kandidaten, Frédéric Mairy, der auf 11'700 Stimmen kam.

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Rolf Dietrich: «Die ‹grüne Welle› hat in Neuenburg etwas an Fahrt verloren»
Aus Tagesschau am Vorabend vom 18.04.2021.
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Die «grüne Welle» habe in Neuenberug offensichtlich etwas an Fahrt verloren, sagt Korrespondent Rolf Dietrich. Dafür gebt es gleich mehrere Erklärungen: «Die Grünen traten mit einem unbekannten, bereits etwas älteren Mann an und konnten mit ihm junge Wählerinnen wohl nur ungenügend ansprechen.»

Zweitens seien die Grünen im Wahlkampf betont selbstbewusst aufgetreten, vielleicht zu selbstbewusst so Dietrich: «Vielleicht etwas zu selbstbewusst, denn sie verzichteten auf eine gemeinsame Liste mit ihrer Bündnispartnerin SP und stiessen diese damit vor den Kopf.»

Und drittens hätten die Grünen bereits vor den Wahlen das Bau- und Umweltdepartement für sich reklamiert. Ein Schlüsseldepartement, das in den Händen eines freisinnigen Staatsrats liegt. Für Dietrich hinterliess das bei vielen Wählerinnen und Wählern den Eindruck einer gewissen Überheblichkeit.

Geringe Wahlbeteiligung trotz 21 Kandidierenden

Der zweite Wahlgang um all fünf Regierungssitze findet am 9. Mai statt. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung lag bei 32.09 Prozent. Im Jahr 2017 waren es bei der Staatsratswahl noch 34.2 Prozent.

Insgesamt kandidierten 21 Personen, 12 Männer und neun Frauen, für einen Sitz im Staatsrat. Mehrere Parteien haben Frauen als Kandidatinnen aufgestellt, um ihnen mehr Präsenz für die Wahlen in den Grossen Rat zu verschaffen. Dies gilt insbesondere für die Grünen, die Partei der Arbeit (PdA/POP), die Mitte und das linke Bündnis SolidaritéS.

Fotogalerie mit den 21 Kandidierenden
Legende: Insgesamt stellen sich 21 Kandidierende für die Wahl in die Kantonsregierung von Neuenburg. RTS

SRF 4 News, 18.4.21, 16:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Das Sonderzüglein der Grünen - sie hatte für den 1. Wahlgang eine Allianz mit der SP abgelehnt - war ein Fiasko. Die SP hatte der GPS vorgeschlagen, mit einer 3er-Liste anzutreten: 2 SP 1 GPS.
    Die SP wird wohl für den 2. Wahlgang dieses Angebot nochmals machen. Mit einem angeschlagenen grünen Bewerber. Dennoch dürfte es für eine linksgrüne ;Mehrheit reichen. Denn die andern linken BewerberInnen, von der POP und der Solidarité, dürften ihre Kandidaten zugunsten einer rotgrünen List zurückziehen
  • Kommentar von Urs Scholer  (Nounours)
    Was soll das DENNOCH?
    Weder Rote noch Grüne haben je Wohlstand geschaffen. Aber im Umverteilen sind sie Spitze!
    1. Antwort von Lukas Löffler  (ll_basel)
      Ist doch super. Oder sollen die Privilegierten (Reiche könnte man auch sagen, aber das suggeriert ja schon dass das mehrheitlich etwas mit Leistung zu tun hätte) noch reicher werden?
  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
    Der Kanton Neuenburg ist doch schon lange rot-grün regiert und gehört dennoch zu den ärmsten Kantonen der Schweiz.