Raphael Golta (SP) holte beim zweiten Wahlgang fast 42'000 Stimmen. Obwohl rund 9'500 Stimmen an Vereinzelte gingen, gelang ihm die Wahl zum Zürcher Stadtpräsidenten im zweiten Wahlgang deutlich.
Damit übernimmt er nun definitiv die Nachfolge seiner Parteikollegin Corine Mauch (SP). Sie ist seit 17 Jahren Stadtpräsidentin von Zürich. Schon vor dem zweiten Wahlgang war Golta praktisch bestimmt. Trotzdem kam es zum zweiten Wahlgang.
Denn am 8. März erhielt Raphael Golta zwar die meisten Stimmen. Er erreichte aber das absolute Mehr nicht und galt somit nicht als gewählt. In der Zürcher Gemeindeordnung heisst es, dass für das Stadtpräsidium eine Urnenwahl nötig ist. Deshalb musste Golta in einen zweiten Wahlgang. Auch wenn er der einzige Kandidat fürs Stadtpräsidium war.
Im ersten Wahlgang hatte Raphael Golta Konkurrenz von bürgerlicher Seite. Seine Gegner wurden aber nicht in die Zürcher Regierung gewählt. Beim zweiten Wahlgang konnten nur die neun gewählten Stadträtinnen und Stadträte mitmachen. Eines dieser Stadtratsmitglieder hätte ihn also herausfordern können.
Niemand wollte das aber tun: Sieben der neun Regierungsmitglieder sind von der SP und den Grünen – diese wollten Raphael Golta keine Konkurrenz machen. Abgewunken hatten auch die Stadträte Andreas Hauri (GLP) und Michael Baumer (FDP).
Wer die meisten Stimmen erhält, gewinnt
Wählbar wären trotzdem alle Stadtratsmitglieder gewesen. Doch auch wenn die Zürcherinnen und Zürcher ihre Stimme anderen Kandidatinnen oder Kandidaten gegeben hätten – das absolute Mehr war nicht mehr nötig. Im zweiten Wahlgang zählte lediglich, wer die meisten Stimmen erhält. Diese hat Raphael Golta – als einziger offizieller Kandidat – geholt.