Da der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) im März in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde, fand in Thun am Sonntag die Ersatzwahl für das Stadtpräsidium statt. Allerdings hat keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr erreicht. Deshalb gibt es am 5. Juli eine Stichwahl.
Drei Frauen hatten sich für das Amt beworben: Andrea de Meuron (Grüne), Eveline Salzmann (SVP) und Katharina Ali-Oesch (SP).
Die Juristin Eveline Salzmann hat mit 7446 Stimmen das beste Resultat gemacht. «Alle bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsverbände haben mich unterstützt, das habe ich bereits während des Wahlkampfs gemerkt», sagt Salzmann am Wahltag. Ausserdem habe auch ihre Arbeit im Gemeinderat in den letzten drei Jahren zum guten Resultat beigetragen, ist sie überzeugt.
Ich bin auf dem dritten Platz und damit ist für mich das Rennen fertig.
Andrea de Meuron (Grüne) brachte es auf 4507 Stimmen, Katharina Ali-Oesch auf 4359 Stimmen. Die drittplatzierte Ali-Oesch zieht sich aus dem Rennen zurück, wie sie am Wahlsonntag bekannt gab. «Ich bin auf dem dritten Platz und damit ist für mich das Rennen fertig», sagte Ali-Oesch gegenüber SRF.
Kandidatinnen Stadtpräsidium Thun
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Bild 1 von 3. Kandidatin Andrea de Meuron (Grüne) freut sich, dass es in Thun bald eine Stadtpräsidentin gibt: «Ich finde es wichtig, dass Frauen ihre Qualifikationen, Erfahrungen und Perspektiven in die Politik einbringen. Entscheidend ist für mich aber, dass sich die Vielfalt der Bevölkerung in der politischen Führung widerspiegelt.». Bildquelle: Nicole Friedli/SRF.
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Bild 2 von 3. Für Kandidatin Eveline Salzmann (SVP) ist das Geschlecht nicht entscheidend: «Für mich ist wichtig, dass die Menschen mich nicht nach dem Geschlecht, sondern nach der Qualität wählen. Wenn ich die erste Stadtpräsidentin von Thun würde, wäre das für mich ein Vertrauen in meine Arbeit.». Bildquelle: Nicole Friedli/SRF.
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Bild 3 von 3. Katharina Ali-Oesch (SP) hat sich nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen: «Ich bin auf dem dritten Platz und damit ist für mich das Rennen fertig», sagte Ali-Oesch gegenüber SRF. Bildquelle: Nicole Friedli/SRF.
Andrea de Meuron sagte gegenüber SRF, sie hätten bereits im Vorfeld abgemacht, dass sich diejenige Kandidatin mit weniger Stimmen zurückziehen werde. Deshalb werde sie in den zweiten Wahlgang gehen.
Mit den verbleibenden zwei Frauenkandidaturen ist nach wie vor klar, dass Thun erstmals in seiner Geschichte eine Stadtpräsidentin erhält. Die Stichwahl findet in drei Wochen statt, am 5. Juli.
Zweiter Wahlgang auch für Gemeinderatssitz
Auch bei der Ergänzungswahl für das frei gewordene Mandat im Gemeinderat hat auf Anhieb niemand das absolute Mehr erreicht. Am besten schnitt Stadtrat Valentin Borter (SVP) mit 6374 Stimmen ab. Dahinter folgen Claudius Domeyer (SP) mit 5997 Stimmen und Simone Rosser (Grüne) mit 3245 Stimmen. Die Bewerberin der Grünen wird im Juli nicht mehr antreten. Somit kommt es zum Zweikampf zwischen den Kandidierenden von SVP und SP.