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«Wir hoffen, dass er nicht mehr kommt»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.02.2021.
abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
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Wallis Hirsch «Köbi» sorgt für Angst im Dorf

Ein wilder Hirsch spaziert durch Ausserbinn und zeigt keine Scheu vor Menschen. Die Dorfbevölkerung ist verunsichert.

Plötzlich steht ein Hirsch auf der Terrasse. Er schnuppert am Teppich, schaut zum Fenster rein und knabbert an einer Weihnachtsdeko. Passiert ist die skurrile Szene in Ausserbinn, einem Walliser Dorf in der Region Goms. Roland Jentsch hat sein Handy gezückt und den Hirschbesuch festgehalten.

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Hirschbesuch auf der Terrasse
Aus News-Clip vom 04.02.2021.
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Dass ein Hirsch im Winter in Wohnsiedlungen auf Futtersuche gehe, sei nicht aussergewöhnlich, sagt Wildhüter Stefan Imhof im «Walliser Bote». Dass der Hirsch jedoch auch tagsüber auftauche und seelenruhig durch das Dorf spaziere, das sei nicht normal, so Roland Jentsch, der die Aufnahmen gemacht hat. Jentsch ist Jäger und war Gemeindepräsident von Ausserbinn. «Dieser Hirsch hat jegliche Furcht vor den Menschen verloren. Während andere Hirsche flüchten würden, bleibt dieser einfach stehen.»

Im Dorf haben viele Angst

«Viele Bewohner haben sogar Angst, rauszugehen», sagt Wildhüter Imhof gegenüber dem «Walliser Boten». Roland Jentsch bestätigt, dass der Hirsch sein Geweih senke, wenn man ihm zu nahe komme. «So signalisiert er, dass er sich verteidigen will, das kann schon Angst machen.»

In den engen Gassen besteht die Gefahr, dass er angreift.
Autor: Roland JentschJäger

Gefährlich sei es vor allem in den engen Gassen des Dorfes. «Wenn man da um eine Hausecke kommt und plötzlich dem Hirsch gegenübersteht, besteht die Gefahr, dass er angreift», so Jentsch. Die Kraft solcher Tiere sei immens. Ein Geweih könne schlimme Verletzungen verursachen, sagt der Wildhüter Stefan Imhof.

Köbi soll verjagt werden

Jeder Hirsch, der über längere Zeit beobachtet werde, erhalte einen Namen, sagt Roland Jentsch. «Diesen nennen wir Köbi.»

Bisher hat man versucht, Köbi zu verjagen. Am Mittwoch ist er trotzdem wieder aufgetaucht. «Wir hoffen, dass er jetzt nicht mehr kommt», so Jentsch. Sonst müsste man über andere Massnahmen nachdenken. Der Abschuss des Hirsches gilt als allerletztes Mittel, etwa wenn er Menschen angreift.

In Ausserbinn hofft man also, dass Köbi tagsüber wegbleibt, damit der Wildhüter nicht schiessen muss.

SRF1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 04. Februar 2021, 12:03 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Veronika Sutter  (Anam Cara)
    Kaum haben die Ozeane Ruhe mangels Touristen, haben die Wälder und Wildtiere keine Ruhe mehr weil ja alle unbedingt fernav der Piste skifahren müssen oder Schneeschuhwandern oder sonst alle Naturparks abklappern müssen damit man Stoff hat für die InstaStory und allen zeigt wie aktiv man trotz der Pandemie ist.. Und an die Tiere denkt keiner.. NAJA manche machen sich Sorgen, dass die Vögel erfrieren könnten(die bekanntlich schon härtere Winter überstanden haben).. Bleibt doch einfach zu Hause..
  • Kommentar von Veronika Sutter  (Anam Cara)
    Der Arme hat wohl sehr starken Hunger. Wie wärs mit einer Futterstelle im Wald? Dann kommt er sicher nicht mehr, wenn er genug Nahrung hat. Ich denke der ist ausgepowert durch die ganzen Störungen durch die Menschen und braucht was zusätzlich um durch den Winter zu kommen. Wenn wir die Wiltdiere schon stören im Winter sollten wir ihnen wenigstens genügend Futterstellen bieten, damit sie ihre Energiereserven auffüllen können.. Mir tun die Tiere leid. Nie haben die Ruhe
  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Beim Bär und Wolf hat man nicht lange überlegen und sie erschossen. Aber "Kobi" wird vertrieben. Nicht das ich "Köbi" den Tod wünsche, im Gegenteil. Aber das selbe Verständnis hätte ich mir auch beim Bär gewünscht.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, Bär und Wolf sind Konkurrenten der heiligen Hochjagd:-)