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Tag der offenen Tür in Kölliken
Aus Tagesschau vom 29.10.2016.
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Schweiz Warten auf die grüne Wiese in Kölliken

Die grösste Altlast der Schweiz, die Sondermülldeponie Kölliken, ist saniert. Vor einem Jahr wurde das letzte Giftfass gehoben. Die riesige, weisse Abbauhalle steht aber immer noch. Und dies wird auch noch eine Weile so bleiben.

Unter schwierigsten Bedingungen wurden in den letzten Jahren in der hermetisch abgeriegelten Halle in Kölliken Giftmüllfässer aus der ehemaligen Deponie geholt. Die Baggerführer arbeiteten in speziellen Kabinen mit eigenen Luftkreislauf.

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Die Zukunft der Sondermülldeponie Kölliken
01:26 min, aus SRF 4 News aktuell vom 29.10.2016.
abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.

Der Gestank in der Halle war bestialisch. Ein Gestank, den Mann auch am heutigen Tag der offenen Tür noch leicht riechen kann. Nun ist die Halle leergeräumt. Mit Aushubmaterial von der nahegelegenen Baustelle für den Eppenergtunnel werde das riesige Loch wieder aufgefüllt, erklärt Benjamin Müller.

Er ist der Geschäftsführer der Deponie. Erst dann werde die Halle verschwinden. «Vermutlich werden wir Ende 2017, Anfang 2018 mit dem Abbau beginnen.»

Gras über Grube wachsen lassen

Und wenn die riesige, weisse Halle nahe der Autobahn A1 weg ist, dann werde dieses Wohngebiet in Kölliken wieder so hergerichtet, wie es einmal war – bevor die Chemiefirmen hier ihr Gift in die Tongrube leerten. «Die Grube wird ganz gefüllt», so Müller. «Es wird ein Landwirtschaftsboden oben auf die Auffüllung aufgebracht, und es wird vermutlich die nächsten paar Jahre einfach eine grüne Wiese geben.»

Nach einem langen, mühsamen Kampf der Anwohner neben der stinkenden Grube, und nach einer 860 Millionen Franken teuren Sanierung, grösstenteils bezahlt durch die Steuerzahler, wird man das Ziel also bald erreichen: Eine grüne Wiese, dort wo einst der Giftmüll vor sich hinblubberte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller  (kira)
    Umweltsünden die andere gemacht haben werden immer dem Steuerzahler angelastet. Warum? Die Deponiensünder müssten dafür aufkommen.
    1. Antwort von Markus Berner  (Markus Berner)
      Das ist wie mit dem Atommüll - wetten, dass da zuletzt auch der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird!
  • Kommentar von Niklaus Schmutzli  (- Scheidegger)
    ...wie wurde am Anfang in Kölliken (den Anwohnern) dieser hochgiftige Abfall verharmlost und zugesprochen? Wo ist dieser Abfall "entsorgt" worden? - Wann werden die in den 1960/70er Jahre Schweizer radionaktiven Fässer aus dem Aermelkanal "entsorgt"?
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Fall es Sie wirklich interessiert, was mit dem Abfall geschehen ist, können Sie sich auf der Seite des SMDK informieren. Ob man die Fässer mit Atommüll aus teilweise über 4200 Meter Tiefe im Ärmelkanal überhaupt noch sicher bergen kann? Da müsste ja nicht nur die Schweiz agieren, sondern alle Staaten, welche dort Fässer versenkt haben.
    2. Antwort von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
      Die Abfälle wurden einer Triage unterzogen und je nach Giftigkeit verschieden entsorgt. Die giftigsten Abfälle wurden in einem Hochtemperaturofen der Basler Chemie verbrannt. Ihre Vermutungen sind also unbegründet, die halbe Milliarde zur Entsorgung wurd sinnvoll angelegt.
    3. Antwort von Niklaus Schmutzli  (- Scheidegger)
      Seit den Anfängen in Kölliken "glauben wir ALLES"! - Zahlen wird wie immer das Volk und DAS ist die Verantwortung unserer demokratischen Abzocker!