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Wechsel bei Greenpeace Schweiz Susanne Hochuli übernimmt in schwierigen Zeiten

Legende: Audio Susanne Hochuli wird in einem schwierigen Moment Greenpeace-Stiftungsratspräsidentin abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
02:19 min, aus HeuteMorgen vom 23.02.2018.
  • Die frühere Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli wird per September neue Stiftungsratspräsidentin von Greenpeace.
  • Der Stabwechsel trifft die Umweltorganisation in der Krise: Weil weniger Spenden flossen, mussten Mitarbeiter entlassen werden.
  • Die scheidende Stiftungsratspräsidentin Cécile Bühlmann hofft trotzdem, ihrer Nachfolgerin eine finanziell gesicherte Organisation zu übergeben.
Greenpeace-Aktion gegen Gazprom
Legende: Greenpeace Schweiz wird für seine globale Ausrichtung kritisiert: Aktion gegen Verschmutzung der Arktis im Jahr 2013. Keystone

«Schützt die Antarktis» steht auf der Internetseite von Greenpeace Schweiz. Für diese globale Ausrichtung wurde der Schweizer Ableger der Umweltorganisation scharf kritisiert.

Greenpeace Schweiz werde als Milchkuh gebraucht, die in der reichen Schweiz Geld eintreibe, um weltweite Kampagnen zu finanzieren, sagten Kritiker gegenüber der Wochenzeitung WOZ. Greenpeace verliere dadurch in der Schweiz ihre politische Schlagkraft.

Es ist selbstverständlich, dass sich auch Greenpeace Schweiz am Schutz der Meere, der Urwälder oder der Arktis beteiligt.
Autor: Cécile BühlmannAbtretende Greenpeace-Stiftungsratspräsidentin

Die abtretende Stiftungsratspräsidentin Cécile Bühlmann findet das eine absolute Verzerrung: «Es ist doch selbstverständlich, dass wir uns am Schutz der Meere, der Urwälder oder der Arktis beteiligen», sagt sie. Schliesslich sei die Schweiz eines der reichsten Länder der Welt.

Diese Lebensräume seien für den ganzen Planeten wichtig. Als Teil einer globalen Organisation könne Greenpeace nicht nur auf die Schweiz fokussieren.

Spendenvolumen ging zurück

Bühlmann gesteht aber ein, dass Greenpeace zeitweise zu optimistisch budgetiert und zu viel Personal eingestellt habe. Weil dann grosse Spenden ausblieben, musste die Umweltorganisation Sparmassnahmen ergreifen. Als Folge davon wurden seit vergangenem Oktober 13 von den 88 Vollzeitstellen abgebaut.

Vermutlich werden nochmals einige Stellen wegfallen.
Autor: Cécile BühlmannScheidende Stiftungsratspräsidentin von Greenpeace

Obwohl 2017 finanziell besser zu Ende ging als befürchtet, wird bei Greenpeace weiter gespart und zurückhaltender budgetiert. Im Zuge der Einführung einer neuen Organisationsstrukur würden alle Bereiche überprüft. «Vermutlich werden noch einige Stellen wegfallen müssen», glaubt Bühlmann.

Die abtretende Stiftungsratspräsidentin hofft, dass sie ihrer Nachfolgerin eine zwar etwas kleinere, aber finanziell gesicherte Organisation übergeben kann. Susanne Hochuli ihrerseits wollte sich zu ihrem neuen Amt noch nicht äussern.

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