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Die Ideen rund um den neuen Bahnhof in Luzern
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 01.02.2021.
abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
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Wechsel zum Durchgangsbahnhof Alles wird neu am Bahnhof Luzern

Der Durchgangsbahnhof bietet für Luzern die Chance, das ganze Bahnhofsgebiet neu zu planen. Erste Ideen sind nun da.

Er gilt als das «Jahrhundertprojekt» in der Stadt Luzern: Der Bau des neuen Durchgangsbahnhofs – mit einer neuen unterirdischen Zugstation und einer neuen Bahnlinie, die unter dem Vierwaldstättersee hindurch Richtung Zürich führt. Ein Bauwerk, das zwar erst etwa in zwanzig Jahren fertig sein wird, das aber jetzt schon gut geplant sein muss.

Bei der Planung geht es aber nicht nur um den neuen Bahnhof unter der Erde, sondern auch um das ganze oberirdische Bahnhofsareal. Dieses ist heute nicht gerade eine ästhetische Visitenkarte der Touristenstadt: So müssen sich vor dem Haupteingang Autos, Taxis, Anlegestellen der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, Dutzende von Bussen und Hunderte von Reisenden den Platz aufteilen.

Der Luzerner Bahnhofplatz heute - im Vordergrund zwei Busse.
Legende: Durchaus enge Verhältnisse: Der Luzerner Bahnhofplatz heute. Keystone

Der Durchgangsbahnhof biete nun die Chance, alles neu und besser zu machen, davon ist die Stadtluzerner Regierung überzeugt. Und deshalb hat sie bereits jetzt eine Testplanung für das ganze Gebiet rund um den Bahnhof in Auftrag gegeben. Denn: «Die Mobilität wird bis in zwanzig Jahren nochmals um rund 40 bis 50 Prozent zunehmen», erklärt die Luzerner Baudirektorin Manuela Jost, «und da ging darum aufzuzeigen, wie diese Mobilitätsdrehscheibe mitten im Stadtzentrum funktionieren kann.»

Mehr Platz an den Seiten

Eines zeichnet sich laut Manuela Jost bereits ab: Es werde an beiden Seiten des Bahnhofs neue, zusätzliche Busstationen und Zugänge zum Bahnhof brauchen, sagt die Luzerner Baudirektorin. Was wiederum zu einer Entlastung des heutigen Bahnhofplatzes an der Front führen wird.

Nachdem sich drei Planungsteams über die Aufgabe gebeugt haben, den Raum rund um den Bahnhof neu zu denken, stehen ihre Ideen nun öffentlich zur Diskussion. Es wird Workshops mit der Bevölkerung geben und alle Interessierten können ihre Meinungen äussern. Gegen Ende Jahr will die Luzerner Stadtregierung dann ihr konkretes Entwicklungskonzept vorlegen.

Der Durchgangsbahnhof

Visualisierung des unterirdischen Bahnperrons
Legende: zvg

Das Projekt: Zum Durchgangsbahnhof gehören hauptsächlich ein neuer unterirdischer Bahnhof mit vier Gleisen unter dem bestehenden Bahnhof und eine 3.5 Kilometer lange, doppelspurige Zu- und Wegfahrt ab Ebikon unter dem Vierwaldstättersee hindurch.

Vorteile für Zugfahrende: Insbesondere soll der Engpass auf der bereits heute chronisch überlasteten Strecke Luzern-Zürich behoben werden. Die Kapazität wird auf neu je vier Fernverkehrs- und S-Bahnzüge verdoppelt. Heute verkehren nur je zwei. Auch für den Nord-Süd-Verkehr entstehen Vorteile: Auf der Strecke von Deutschland/Basel nach Milano wird die Fahrt um eine halbe Stunde kürzer. Weil die Verbindung damit schneller ist als via Zürich, soll auch der Bahnhof Zürich entlastet werden.

Kosten: Der Planungsbericht des Kantons Luzern aus dem Jahr 2015 rechnet mit Kosten von 2.4 Milliarden Franken.

Zeitplan: Nach allen Planungen ist der Baustart auf 2030 vorgesehen. Eröffnet werden soll der neue Durchgangsbahnhof dann im Jahr 2040.

Regionaljournal Zentralschweiz, 01.02.2021, 12:03;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Hugo Niemer  (Hugo Niemer)
    Eigentlich wäre es sogar sinnvoll den Tunnel bereits in der Gegend von Emmenbrücke zu beginnen um das Nadelöhr von dort Richtung Bahnhof zu entlasten.
    Es ist das gleiche wie beim unfertigen Lötschberg-Basistunnel. Wegen einem aus heutiger Sicht geringen Betrages müssen nun viel höhere Beträge eingesetzt werden um den Bau endlich weiterzutreiben.
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Man sollte auch bei Visualisierungen ehrlich bleiben. Auf Bild 2 von Güller und Güller ist am linken Bildrand eine Art Park erkennbar. Die sich heute dort befindlichen privaten Liegenschaften sind offenbar entschwunden! Es ist kaum denkbar, dass die Stadt privaten Wohnraum (Zentralstrasse 30-34) erwirbt und anschliessend in ein Parkwäldchen verwandelt, weil ja der Bus(gegen)verkehr abgewickelt werden muss (siehe Bildteil rechts)! Ehrlicherweise müsste das auch entsprechend visualisiert sein!
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Was ist, wenn die Heimarbeit immer mehr überhand nimmt und die Leute gar nicht mehr zur Arbeit fahren müssen ? Hoffen die Luzerner dass die grossen Touristenströme wieder einsetzen? Hoffentlich verrechnen sich die Planer und Behörden nicht.