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Schweiz Wegen Lohn-Diskriminierung: Angestellte erhält 27'000 Franken

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) muss nachzahlen, denn es hat eine Angestellten zu Unrecht schlechter entlohnt als ihren männlichen Kollegen. Das Bundesgericht bestätigt einen Entscheid des Obergerichts.

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) in Frick (AG) muss einer ehemaligen Angestellten 27'000 Franken Lohn für fünf Jahre nachzahlen. Das Institut konnte den Salärunterschied von sechs Prozent zwischen der Frau und ihrem männlichen Kollegen nicht objektiv begründen.

Frauenhand steckt Banknoten in ein Portemonnaie
Legende: Fibl-Angestellte hat zu wenig Lohn erhalten. Keystone

Die drei Bundesrichterinnen stützen damit den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau. Dieses war zum Schluss gekommen, dass die Aussagen der befragten Personen kein einheitliches Bild aufzeigten. Aus den Arbeitszeugnissen lasse sich ebenfalls kein Unterschied herauslesen.

«Gleich gutes Niveau»

Wie aus dem Urteil weiter hervorgeht, hielt der Institutsleiter in einem Mail fest, er gehe davon aus, dass die Leistungen der Frau und des im gleichen Tätigkeitsgebiet arbeitenden Kollegen auf gleich gutem Niveau liegen würden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Die Schweiz predigt über menschenrechte überall aber ist letzte Land im Europa die Frauen stimmrecht geben hat, und diskriminiert die Frauen mit dem Lohn immer noch.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    6 Prozent Lohnunterschied bei "gleich gutem" Niveau. Wie kann man den die Arbeitsqualität auf 6 Prozent genau messen? Vielleicht war die Frau ja 6 oder 7 Prozent schlechter. In der Privatwirtschaft sind solche Lohnschwankungen völlig üblich, auch unter Männern. Aber die Mitarbeiter sind vertraglich gebunden, nicht über den Lohn zu reden. Anderenfalls käme schon wegen kleinsten Lohndifferenzen Neid auf.
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    1. Antwort von Markus Sinclair (EmilSinclair)
      Entweder wird die Arbeitsqualität genau gemessen, dann gilt: gleiche Leistung=gleicher Lohn. Oder sie kann nicht genau gemessen werden, dann gilt: gleiche Arbeitstelle=gleicher Lohn und nicht "vielleicht arbeiten Frauen ja schlechter". Erst mal überlegen, bevor Sie etwas gegen Gleichberechtigung raushauen!
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    2. Antwort von Charles Halbeisen (ch)
      @Markus Sinclair: Habe ich etwas gegen die Gleichberechtigung gesagt? Ich habe nur gesagt, dass die Frau vielleicht schlechter war. Damit habe ich nicht gesagt, dass Männer immer besser seinen und besser bezahlt sein müssen: Erst mal überlegen, bevor Sie etwas behaupten ...
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