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Schweiz Weko prüft Fusion von Local.ch und Search.ch

Swisscom und Tamedia wollen die Adressverzeichnisse zusammenlegen, um sich gegenüber Google besser aufzustellen. Doch nun prüft die Wettbewerbskommission den Zusammenschluss, weil sie eine marktbeherrschende Stellung befürchtet.

Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt den geplanten Zusammenschluss der Internet-Adressverzeichnisse Local.ch und Search.ch genauer unter die Lupe. Wie die Behörde mitteilt, hat eine vorläufige Prüfung ergeben, dass die Fusion eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken könnte.

Nun soll eine vertiefte Prüfung Klarheit schaffen, welche Auswirkungen auf den Wettbewerb bei Adressverzeichnissen zu erwarten sind. Diese soll laut Weko höchstens vier Monate in Anspruch nehmen.

Stellung gegenüber Google verbessern

Swisscom (local.ch) und Tamedia (search.ch) wollen ihre Adressverzeichnisse im Nachgang der Übernahme von Publigroupe durch Swisscom zusammenlegen. Swisscom soll am gemeinsamen Tochterunternehmen 69 Prozent halten und Tamedia 31 Prozent. Laut der Mitteilung begründen die beiden Unternehmen ihre Pläne damit, dass sie auf diese Weise gegenüber Google konkurrenzfähiger würden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Moser, Bern
    Nicht schlecht! Jahrelang teuere Telefonbucheinträge verkaufen. ( 390 Franken im Jahr nur für die www Adresse einzutragen) Und nun ein monopol aufbauen damit man die Schweizer Firmen weiter melken kann. Ich bin froh das Google in der Schweiz das monopol von Local gebrochen hat.
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Wie ist es mit Telefonnummern, die im Telefonbuch nicht vorhanden sind. Bekommte Tamedia dadruch Zugriff auf diese Nummern und werden alle Telefonnumern dann quasi veröffentlicht? Da werden wahrscheinlich einige Prominente etwas dagegen haben.
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Was local.ch für Brancheneinträge schon heute verlangt, ist m.E. Wucher. Dass ein Zusammenschluss eine diktatorische Preispolitik bei Telefonbucheinträgen noch zementiert, steht wohl fest. Der Standpunkt der WeKo ist darum nur zu verständlich. Auch wenn das zum Schluss kaum ein geeignetes Mittel darstellt, Google die Stirn zu bieten. Aber das hat man dann ja wohl selber verbockt...
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      W.Pip, das ist eben ein Problem der Freien Marktwirtschaft in Kombination mit vorwiegendem Eigennutz. Mit der Zeit wird die Konkurrenz vom Markt gedrängt oder geschluckt, so dass dann ein Quais-Monopol entsteht mit entsprechenden Preisen. Elementare Dienstleistungen dürften m.E. nicht gewinnorientiert sein. Eben so wenig dürfte dabei der Lohn der Marktwirtschaft entsprechen.
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