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Weltraummission «Osiris Rex» Nasa-Sonde mit Asteroiden-Probe auf dem Rückweg zur Erde

  • Mit einer Probe vom Asteroiden Bennu im Gepäck hat sich die Nasa-Sonde «Osiris-Rex» auf den Weg zurück zur Erde gemacht.
  • Die Sonde habe am Montag die Umlaufbahn von Bennu verlassen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
  • Im Oktober hatte «Osiris-Rex» dem Asteroiden bei einem mehrstündigen komplizierten Manöver eine Probe entnommen – als erster US-Flugkörper der Raumfahrtgeschichte.
Video
Archiv: Das Manöver der «Osiris Rex» ist geglückt.
Aus News-Clip vom 21.10.2020.
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Bei dem Manöver am Asteroiden war eine Panne passiert: Der Deckel des Auffangbehälters war von grösseren Steinen leicht aufgestemmt worden, sodass Teile der Probe entweichen konnten. Die Nasa-Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die Mindestanforderung von 60 Gramm Staub und Geröll erfüllt ist – und wahrscheinlich sogar deutlich mehr im Auffangbehälter steckt.

Probe soll 2023 auf der Erde sein

Im September 2023 soll «Osiris-Rex» die Probe über der Erde abwerfen, wo sie dann mithilfe von Fallschirmen im US-Bundesstaat Utah landen soll. Mitarbeitende der Nasa sollen die Probe dann in das Johnson Space Center in Houston im Bundesstaat Texas bringen und von dort aus Teile davon in Labore auf der ganzen Welt verteilen, wo sie untersucht werden können.

Eine Animation der Sonde «Osiris Rex».
Legende: Animation der Sonde: Wie viel Gramm Staub und Geröll die Probe enthält, wissen die Nasa-Forscher noch nicht genau. Reuters

«Osiris Rex» (die Abkürzung steht für: Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer) war im September 2016 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund zwei Jahre später bei Bennu angekommen. Seitdem umkreiste die etwa sechs Meter lange und 2100 Kilogramm schwere Sonde den Asteroiden und untersuchte ihn mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras. Mehrmals flog sie dafür auch sehr dicht an ihm vorbei.

Einschlagrisiko gering

Der tiefschwarze Bennu, benannt nach einer antiken ägyptischen Gottheit, hat einen Durchmesser von rund 550 Metern und könnte der Erde in gut 150 Jahren recht nahekommen. Auch wenn das Einschlagrisiko sehr gering ist, zählt die Nasa Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden – und will ihn deshalb ganz genau erforschen.

Zudem erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor mehr als 4.5 Milliarden Jahren, denn Asteroiden sind Überbleibsel davon.

Nasa-Mission zur Erforschung des Asteroiden Bennu

SRF4 News, 11.05.2021, 7 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Und aus dem Staub krabbeln dann noch einige extraterristische Wesen... Ich habe zum Glück noch einige WC Papierrollen vorrätig...
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Forschungsprogramme, Satelliten und bald vielleicht sogar Weltraumtourismus: Das Weltall ist heute stark umkämpft. Von 2011 bis 2020 nahm die Zahl der Satelliten jährlich um das Sechzehnfache zu. Und da nun auch private Unternehmen wie die von Musk oder Bezos mitmischen wollen, steigt die Zahl an Raumfahrzeugen im All noch rasanter an. Welche Risiken gehen mit dieser Entwicklung einher? Und wie kann man verhindern, dass der Weltraum zum Wilden Westen wird? Auf der Erde Klimawandel, Kriege,Hunger