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Weniger Rente aus der 2. Säule Mindestzinssatz für Pensionskassen-Guthaben soll weiter sinken

  • Der Mindestzinssatz für Pensionskassen-Guthaben soll 2021 von aktuell 1.0 Prozent auf 0.75 Prozent sinken.
  • Das empfiehlt die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge dem Bundesrat.
  • Dieser Zinssatz bestimmt, wie hoch die Guthaben der Versicherten in der obligatorischen beruflichen Vorsorge mindestens verzinst werden müssen.
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Aus dem Archiv: Kurzarbeit verringert Altersvorsorge
Aus Tagesschau vom 20.08.2020.
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Die Guthaben der Pensionskassen (2. Säule) sollen weniger hoch verzinst werden als bisher: Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge 2021 von 1.0 Prozent auf 0.75 Prozent zu senken. Bei einem tieferen Zinssatz wachsen die angesparten Guthaben der Versicherten weniger stark.

Entscheidend für die Festlegung des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite von Bundesobligationen, Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Berechnungen per Ende Juli 2020 hätten einen tieferen Wert ergeben, teilte die Kommission mit.

Reserven notwendig

Laut der Kommission soll der Mindestzins langfristig im Einklang mit der Lohn- und Preisentwicklung sein. Berücksichtigt wird zudem, dass nicht die ganze Rendite einer Pensionskasse nur für die Mindestverzinsung eingesetzt werden kann.

Denn die Vorsorgeeinrichtungen hätten auch die gesetzliche Pflicht, Reserven und Rückstellungen vorzunehmen. Zudem wurden die Auswirkungen der Coronakrise auf die Vorsorgeeinrichtungen geprüft.

Wiederkehrender Streit

Im vergangenen Jahr hatte die BVG-Kommission einen Zinssatz von 1.0 Prozent empfohlen und der Bundesrat folgte ihr. Die Gewerkschaften waren zufrieden, der Arbeitgeberverband und die Versicherungen zeigten sich empört.

Die Kontroverse setzt sich nun fort, allerdings ist für 2021 niemand zufrieden. Der Gewerkschaftsbund spricht von einem drohenden «Sturzflug» der Renten. Der Versicherungsverband hingegen verlangt eine Mindestverzinsung von nur gerade 0.25 Prozent. Über die Höhe des Mindestzinssatzes für das nächste Jahr entscheidet der Bundesrat jeweils im Herbst.

Der Mindestzinssatz ist in den vergangenen Jahren mehrmals angepasst worden:

SRF 4 News, 25.08.2020, 17:00 Uhr;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Heeb  (FranzHeeb)
    Ich frage mich, ob eine höhere AHV und dafür der Verzicht auf die Pensionskasse nicht langfristig die bessere Lösung wäre.
    Ist natürlich nicht im Sinne der Pensionskassen, da die staatlich verordneten Gewinne damit wegfallen würden.
    Da die AHV weitgehend im Umlageverfahren funktioniert entfällt weitgehend die Notwendigkeit, die Gelder für die Zukunft anzulegen. Es entfallen Verwaltungskosten.
    Statistik 2018:
    https://www.pensionskassenvergleich.ch/downloads/verwaltungskosten_2019.pdf
  • Kommentar von Beat Stocker  (Beat Stocker)
    Speziell an all diesen Sozialwerken ist, dass sie unternehmerisch auftreten und auch solche Kaderlöhne bezahlen. Es ist m.E. durchaus sinnvoll, die Sozialbereiche (PK, AHV, KK, ...) soweit staatlich zu beaufsichtigen, dass hier keine unnötigen Kosten (zulasten der Zwangsversicherten) generiert werden; dazu gehören überhöhte Löhne (> 150'000 Fr.p.a.) ebenso wie Werbe- und Maklerkosten. (Ich habe nie mehr als 85'000 Fr.p.a. verdient und trotzdem nicht schlecht gelebt.)
  • Kommentar von Ulrike Schneider  (Uli)
    Märli
    Warum muss schon wieder gesenkt werden? Reichen die Gewinne nicht aus, für die riesigen Managerlöhne nächstes Jahr wieder zu erhöhen?
    Muss man sich das Guthaben auszahlen lassen und auswandern?
    1. Antwort von Beat Stocker  (Beat Stocker)
      Ja, das ist auch genau das, was ich machen werde. Mein reduziertes Altersguthaben wird im Ausland wesentlich weiter reichen. Zugegeben, habe ich auch Beziehungen zu einem solch günstigen Land, da ich meine Jugend dort verbrachte und heute noch einige Leute kenne.