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Medizinische Strahlenbelastung Weniger Röntgenbilder und weniger Tomografien

Legende: Audio Weniger Röntgenstrahlung: Bundesrat plant Audits abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
01:46 min, aus HeuteMorgen vom 27.04.2017.
  • Die Strahlenbelastung für die Schweizer Bevölkerung soll gesenkt werden.
  • Es soll weniger geröntgt werden, und es soll weniger Computertomografien geben.
  • Röntgeninstitute und Spitäler werden dazu ab 2018 regelmässig überprüft, wie der Bundesrat beschlossen hat.
  • Dank der Massnahmen sollen bis 300 Millionen Franken im Jahr eingespart werden.

In der Schweiz werden die Menschen immer stärker bestrahlt: Innert 15 Jahren wuchs die durchschnittliche Strahlung, der die Patientinnen und Patienten ausgesetzt sind, um 40 Prozent. Das soll sich durch die regelmässige Überprüfung von Spitälern und Röntgeninstituten ändern. Die Kontrollen sollen aufzeigen, wo ungerechtfertigt Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden.

Betroffen sind etwa die Bereiche Computertomografie oder Strahlentherapie. «Speziell bei den hohen Strahlendosen werden wird besonders hinschauen», sagt Barbara Ott vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Zwar kosten die Überprüfungen etwas, doch unter dem Strich erhofft sich das BAG Einsparungen von bis zu 300 Millionen Franken pro Jahr.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Das bedeutet Umsatzeinbussen für Spitäler und Ärzte. Trotzdem begrüssen medizinische Fachgesellschaften den Schritt; so auch die Schweizer Gesellschaft für Radio-Onkologie. «Wenn die Wissenschaft zeigt, dass man mit weniger Sitzungen den gleichen Effekt erreicht, dann machen wir das so», sagt deren Präsident, Daniel Zwahlen.

Die Überprüfung der ersten Spitäler und Röntgeninstitute beginnt im kommenden Jahr – zunächst freiwillig. Ab 2020 wird die Kontrolle dann für alle obligatorisch.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Na endlich ! Der BS kommt an die Wahrheit der riesigen Gesundheitskosten. Gerade bezgl. Computertomografien wurde in den letzten Jahren jedes WehWehchen in die Röhre geschickt - nur damit diese teuren Geräte ausgelastet und berappt werden von den KK's. Hoffe, es ist nicht die einzige diesbezügliche Idee des BS, endlich an die Wurzel der Kostenexplosion zu gehen !
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Wenn der Präsident der Gesellschaft für Radio-Onkologie eine solche Aussage macht , da stellen sich mir schon Fragen. Ich glaube ein seriöser Arzt der Radiologie macht nur die Aufnahmen die in weiterbringen zu einer Diagnose , aber ob sich der Arzt/in diese Zeit nimmt , da stelle ich ein grosse Fragezeichen. Meine Begründung: In diesem Jahr schon 3x vorgekommen , praktisch nichts gemacht , der Krankenkasse gemeldet , Antwort der Krankenkasse , es ist alles in Ordnung mit der Rechnung.
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