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Roche-Medikament bekämpft eventuell das Coronavirus
Aus Tagesschau vom 19.03.2020.
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Wettlauf in der Wissenschaft Die Jagd nach dem Corona-Impfstoff

Fieberhaft suchen Forscher nach Impfstoffen und Mitteln gegen das Coronavirus. Auch Schweizer Wissenschafter sind dabei.

Der Basler Pharmakonzern Roche kann in den USA dank eines beschleunigten Verfahrens direkt mit der letzten und entscheidenden Testphase beginnen, um die Zulassung für ein Medikament gegen Immunreaktionen zu kriegen. Das könnte entscheidend sein: Überreaktionen des Immunsystems sind häufige Todesursache von Corona-Patienten.

Chinesische Spitalärzte der Verzweiflung nahe

Das Überspringen von klinischen Testphasen ist nur möglich, weil das Medikament ursprünglich gegen Arthritis entwickelt wurde und als solches bereits zugelassen ist. Roche muss jetzt nur noch beweisen, dass das Medikament auch bei Corona-Infizierten wirkt.

Chinesische Spitalärztinnen und -ärzte haben das Medikament in ihrer Verzweiflung als letzte Option im Kampf um das Überleben von Corona-Patienten eingesetzt – und sie waren damit erfolgreich.

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Roche-Konzernchef Schwan zum Medikament, das Hoffnungen weckt
Aus Tagesschau vom 19.03.2020.
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Roche-Konzernchef Severin Schwan: «Wir sind nun mit Behörden weltweit in Kontakt, um das Medikament auch Patienten ausserhalb Chinas zur Verfügung zu stellen.»

Forschergruppe in Quarantäne

Kein Medikament, sondern einen Impfstoff gegen das Coronavirus sucht ein Forschungsteam der Universität Bern zusammen mit zwei chinesischen Instituten. Bereits vor drei Wochen war man in Bern überzeugt, endlich einen Corona-Impfstoff gefunden zu haben.

Daraufhin gewährte die Forschungsgruppe einer deutschen TV-Journalistin Einsicht in die Resultate. Tage später stand diese Journalistin unter Coronavirus-Verdacht – und die ganze Forschungsgruppe musste in Quarantäne. Seit Mittwoch wird in Bern wieder am Impfstoff geforscht. Forschungsleiter Martin Bachmann ist nach wie vor überzeugt: «Wenn die kommenden Tage erfolgreich sind, werden wir innerhalb eines halben Jahres Millionen von Impfdosen herstellen können.»

Weltweiter Run – es winken märchenhafte Gewinne

Die Berner sind längst nicht die einzigen, die sich kurz vor dem Durchbruch wähnen. Der Basler Immunologe Peter Burkhard testet laut «Tages-Anzeiger» seinen Corona-Impfstoff ebenfalls bereits an Tieren. Und einer Thüringer Forschungsgruppe hat US-Präsident Donald Trump laut «Welt am Sonntag» eine Milliarde Dollar für ihren Corona-Impfstoff geboten.

Mit einem Impfstoff schützen wir alle und können dem ganzen Chaos einen Riegel schieben.
Autor: Marcel SalathéEpidemiologe ETH Lausanne

Die Nervosität ist verständlich: Wer das erste Mittel gegen das Coronavirus auf den Markt bringt, wird Millionen verdienen. Und in der Tat werden wirksame Medikamente und Impfstoffe laut Epidemiologe Marcel Salathé von der ETH Lausanne unzählige Menschenleben retten: «Endziel muss ein Impfstoff sein. Denn damit schützen wir alle und können dem ganzen Chaos einen Riegel schieben.»

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Deshalb braucht es sowohl ein Medikament als auch einen Impfstoff
Aus Tagesschau vom 19.03.2020.
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Die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic glaubt offenbar an baldige Forschungs-Erfolge. In einer Videokonferenz hat sie gestern den ganzen Vormittag über beschleunigte Zulassungsverfahren von Corona-Mitteln diskutiert.

Tagesschau, 19.03.20

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Jose Angel Abreu  (Breu)
    Die internationale Presse ignorierte den am 28. Februar von Präsident Xi Jinping ausgesprochenen Dank an seinen kubanischen Amtskollegen Miguel Diaz-Canel. Sie erwähnte die Rolle des Interferon Alfa 2B (IFNrec) nicht. China wird voraussichtlich Ende April die ersten Studien am Menschen durchführen können, weil das Labor des St. Petersburger Instituts für Impfstoff- und Serumforschung bereits fünf Impfstoffprototypen entwickelt hat. Quelle: Die Welt nach der Pandemie von Thierry Meyssan
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Zu einer möglichen Impfung: Falls es zu so einer kommt, wäre dies der ideale Zeitpunkt, um einen grossanglegten, deklarierten Feldversuch zu starten. Alle, die sich impfen lassen wollen können dies tun. Mein Rat, dass allfälligen gesundheitliche Impffolgen die Impfstoffhersteller zu tragen und haften haben und nicht wie so oft die Öffentlichkeit. Die andere, Vergleichsgruppe bestünde dann aus all denen, die keine Impfung wollen.
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Das Resultat für die nicht geimpften ist schon bekannt. Nehmen sie einfach die kumulierten Todesfälle.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      ... und wichtig, es muss ein Beweislastumkehr geben. Nicht die kleinen Einzelnen müssen wie sonst üblich, Beweisen dass, sondern der Impfstoffhersteller muss beweisen können, dass nicht die Impfung den Schaden verursacht hat ....
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    3. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Solche Tests passieren nicht mal die Ethik Richtlinien, oder muss nach 2 Wochen abgebrochen werden weil die Placebogruppe wegstirbt.
      Logisch auch, dass die nicht Impfer von den Impfern profitieren werden, womit das einzige was dieses Experiment zeigen würde, ist, wie tief ist der Grad der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
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    4. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Der unermessliche Schaden geretteter Leben
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Die naheliegendenste Option scheint irgendwie nicht auf dem Radar zu sein. Ob Coronavirus oder andere Viren: Der Hauptjob unseres Immunsystems ist Immunkompetenz aufzubauen. Es hätte nämlich auch andere epidemiologische Szenarien geben können oder kann immer noch: Die Gruppen, die ein geringes Erkrankungs-Komplikationsrisiko haben bewegen sich frei, um möglichst einen hohen 'Durchseuchungsgrad' und somit natürliche Immunkompetenz aufbauen. Derweil Risikogruppen geschützt werden....
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