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Schwarz vermummte und bewaffnete Männer gehen hintereinander durch eine Strasse.
Legende: Anhänger der IS-Terrormiliz: Sechs Personen aus dem Führungskreis stehen auf der UNO-Terrorliste. Keystone/Archiv
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Schweiz Wie die Schweiz den Kampf gegen den IS unterstützt

Auch die Schweiz unterstützt Bemühungen gegen die IS-Terrormiliz: Nicht mit militärischen Mitteln, sondern über ihre Rolle als wichtiger Finanz- und Rohstoffhandelsplatz.

Der Finanzplatz Schweiz darf der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nicht zu Diensten sein, wie Mario Tuor vom Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen SIF sagt. «Der UNO-Sicherheitsrat veröffentlicht jeweils eine Terrorliste. Dort waren vor allem Leute von Al-Kaida und den Taliban aufgelistet. Seit August sind auch sechs Leute aus dem IS-Führungskreis aufgeführt. Diese Terrorliste wird in der Schweiz umgesetzt. Das heisst, dass Geschäfte mit diesen Leuten verboten sind.»

Schweizer Banken müssen entsprechende Verdachtsfälle melden. Etwa dann, wenn einer dieser Drahtzieher Finanzgeschäfte mit einer Schweizer Bank tätigen will. Allfällige Gelder der Organisation oder ihrer Mitglieder in der Schweiz werden gesperrt.

Die IS-Terroristen finanzieren sich zu einem guten Teil über Öl-Einnahmen. Im Irak und in Syrien haben sie mehrere Ölfelder unter ihre Kontrolle gebracht.

Audio
US-Präsident Obamas Strategie gegen den «Islamischen Staat»
10:28 min, aus Rendez-vous vom 11.09.2014.
abspielen. Laufzeit 10:28 Minuten.

Drohende Reputationsschäden

Doch auch der Rohstoffhandelsplatz Genf, über den ein Drittel des weltweiten Rohölhandels stattfindet, darf nicht mit den IS-Terroristen Geschäfte machen, wie Marie Avet sagt. Sie ist Sprecherin beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco. Aufgrund der Sanktionsmassnahmen sei der Handel mit dieser Organisation oder mit Personen der Organisation nicht möglich. Weitere Massnahmen gegen IS gebe es deshalb keine.

Die Terrormiliz muss ihr erbeutetes Öl also anderweitig verkaufen. Die etablierten, grossen Genfer Rohstoffhandelsunternehmen kommen kaum in Frage – sowohl wegen der Sanktionslisten, als auch wegen der Reputationsrisiken.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Blättler , Perth, Australia
    Die Schweiz tut einmal mehr genau soviel um ihr Gesicht nach Aussen zu wahren, und das ist klar zuwenig! Der Rohstoffhandel ist ein weltweiter Tummelplatz und die IS wird kaum Probleme haben, ihr Oel zu verkaufen, sie sind kaum auf die grossen Unternehmen angewiesen. Es bräuchte halt eine Portion Mut und Zivilcourage, um weitere Massnahmen zu ergreifen und druchzusetzen!
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    In "10 vor 10" werden wir die Landkarte des Kalifats IS zu sehen bekommen. Die soll gar bis Rom reichen !!!
    1. Antwort von Manuel Moser , Hinwil
      Und ich dachte gar bis zum Mars !!!
  • Kommentar von Manfred Eich , Schweiz
    Jeder, der seinen Grind so vermummen muss, hat nichts Gutes im Sinn!