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Schweiz Zahl der Verletzten nach Unwetter in Biel steigt auf 84

Am Turnfest in Biel sind am Donnerstagabend mehr Menschen verletzt worden als bisher angenommen. Acht Personen hätten sich in einem Spital in einem anderen Kanton behandeln lassen, sagte ein Sprecher der Berner Kantonspolizei. Deshalb tauchten sie in der Bilanz bisher nicht auf.

Legende: Video «SP-Ständerat Stöckli: Man wird die Lehren ziehen.» abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.06.2013.

Damit steigt die Zahl der Verletzten auf insgesamt 84. Bisher war von 76 Verletzten die Rede gewesen. 11 Personen befanden sich heute noch im Spital, wie Polizeisprecher Michael Fichter sagte. Der  Zustand der beiden Schwerverletzten sei unverändert.

Untersuchung soll Antwort bringen

Heute Morgen besuchte der OK-Präsident des Eidgenössischen Turnfestes, Ständerat Hans Stöckli (SP/BE), die im Berner Inselspital hospitalisierten vier Erwachsenen und ein Kind. Es sei für ihn wichtig gewesen, sich mit den am schwersten Betroffenen zu unterhalten, sagte Stöckli an einer anschliessenden Medienkonferenz.

Zu den möglichen Umständen des Dramas sowie allfälligen Verantwortlichkeiten wollte er aber nichts sagen. Eine Untersuchung sei eingeleitet und sie werde Antworten bringen, sagte Stöckli. Im Vordergrund steht die Frage, ob die Evakuierung des Geländes zu spät angeordnet wurde.

Der Direktor des Organisationskomitees, Fränk Hofer, und seine Equipe, verdienten nach wie vor Vertrauen und seien auf der Höhe ihrer Aufgabe, sagte der frühere Bieler Stadtpräsident. Das Turnfest habe zwei Gesichter gehabt, und damit müsse man leben.

Laut Stöckli müssen die Organisatoren solcher Veranstaltungen künftig die Klimaveränderungen mit einbeziehen. Er geht davon aus, dass sich meteorologische Extremlagen häufen werden. Wir könnten die gleichen Phänomene erleben wie in den USA, bemerkte er weiter.

6 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Es war schon sehr fahrlässig, resp. sträflich, wie die Verantwortlichen sämtliche Warnungen von Meteo-Profis ignoriert haben. Sie hatten extrem viel Glück, dass nicht mehr passiert ist. Das sollte nicht einfach unter den Tisch gewischt werden, nur weil es mit sehr viel Glück keine Toten gegeben hat.
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  • Kommentar von Juerg Stucki, Rotorua NZ
    He He Margrit, nicht so hart ins zeug fahren! wer konnte schon ein solch fuerchterliches gewitter voraussagen, vielmehr ist es bestuerzend was da geschehen ist . fuer wie viele kam ein schoener traum zu einem jaehen ende? wie viele junge leute uebten auf diesen tag hin waehrend langer zeit in unzaehligen turnhallen der schweiz auf dieses fest hin? aeusserst traurig so was!
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Typisch Schweiz, macht wieder ein Riesentheater!!! Jeder erwachsene Mensch ist für sich selber verantwortlich. Wenn eine Gewitterfront im Anzug ist, heisst es abhauen und Schutz suchen. Vielleicht kann Bundesrat Maurer Petrus einen Prozess anhängen, da Petri anscheinend zu schnell war.
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    1. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      Das Problem des Menschen ist, dass er in der Masse sein Hirn abstellt. Määäähhh.....
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    2. Antwort von Daniel Ziltener, Biel
      Es war vor Ort nicht abzusehen, dass ein Sturm mit solcher Heftigkeit zuschlagen würde. Die heftigen Winde kamen quasi aus dem Nichts. 17:50 habe ich eine Orkanwarnung Stufe 3 ("Gefahr an Leib und Leben") erhalten, "Schutz in Gebäuden suchen" - zu sehen oder zu erahnen war ohne detaillierte Meteodaten der Region nichts! Und die Organisatoren, welche die Verantwortung übernommen haben(!) haben es verschlafen. Evakuiert wurde schliesslich während dem Sturm, um 18:14.
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    3. Antwort von René Eigenmann, Ostermundigen
      Ja was jetzt: Du warst ja vor Ort. Es war doch nichts zu sehen! Aber die Organisatoren haben geschlafen. Es ist unglaublich was manche Leute für eine Stuss zusammen schreiben.
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