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Schweiz Zensur: China verweigert Schweizer Künstlern die Einreise

China verweigerte den Schweizer Künstlern Christoph Wachter und Mathias Jud die Reisevisa. Gründe nannte das Konsulat keine. Wachter und Jud wurden mit «Picidae» bekannt, mit der sich Internetzensur umgehen lässt.

Zwei Schweizer Künstler, die sich mit Zensur beschäftigen, dürfen nicht nach China. Wachter und Jud werden von Pro Helvetia unterstützt «Das Organhaus ist ein renommierter Artist-in-Residence-Ort, mit dem wir regelmässig zusammenarbeiten», so Pro Helvetia. «Seit wir 2010 in Schanghai eine Aussenstelle eröffnet haben, ist noch keinem unserer Künstler die Einreise verwehrt worden.»

Legende: Video «Verbotene Zonen – Schweizer Internet-Künstler lüften Militär-Geheimnis» abspielen. Laufzeit 7:07 Minuten.
Aus Kulturplatz vom 29.03.2006.

Anweisung aus Peking

Die Geschäftsstelle von Pro Helvetia wandte sich ans chinesische Konsulat in der Schweiz, erhielt aber keine Antwort. Dann schaltete sich das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ein. «Gemäss unserem Kenntnisstand haben die chinesischen Behörden noch nicht definitiv über die Anträge entschieden», so das EDA.

Nur: Das chinesische Konsulat erlaubt es den Künstlern nicht, nach dem ersten «korrekten» abgelehnten Visumsantrag einen neuen zu stellen. «Man sagte uns lediglich, es werde eventuell nochmals in Erwägung gezogen», sagt Jud. Die Anweisung komme direkt aus Peking.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Roman Scherrer, Zürich
    Zensur ist, wenn auch hier nicht diskutiert werden könnte, was der Staat tun oder lassen sollte... oder welche Kunst nun die richtige sei. Also geht es um wesentlich mehr als um eine Geschmacksfrage oder spezifische Inhalte.
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  • Kommentar von Alexander Moser, Interlaken
    Schade, so wären wir die zwei "Künstler" vielleicht losgeworden :-) Im Ernst: Künstler sollte sich nur nennen können, wer wirkliche Kunst macht und davon auch leben kann. Und wer das schafft, geniesst i.d.R. auch ein ziemlich grosses Ansehen und sollte kein Problem haben, sich international frei bewegen zu können. Künstler, die mehr provozieren als Kunst machen und dabei auch noch Steuergelder kosten sind keine Künstler, sondern Schmarotzer!!
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    1. Antwort von Benito Boari, St. Gallen
      @Moser. Was ist für Sie Kunst? Jesus im Ährenfeld?
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    2. Antwort von Markus Lenggenhager, Surathani
      @moser: sie haben offensichtlich nicht erfasst was kunst ausmacht...
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    3. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Ihre Definition von Kunst und Künstler ist schon recht individuell ... also derjenige, der pfeifenrauchende Bauern oder Blumensträusse stickt und damit ein Überleben eventuell sichert, sei demnach ein echter Künstler? Zur Erinnerung: W.A. Mozart hatte vergeblich versucht, von seiner Kunst in Wien zu existieren ... Nach Ihrer Auffassung war das freilich kein Künstler ...! Provokation? Sehen Sie sich diesbezüglich mal den Beethoven an - der besteht nur aus ProvokationI
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    4. Antwort von Alexander Moser, Interlaken
      @alle: Mir ist eigentlich egal was für Kunst ein Künstler macht (wobei ich mich bei einigen Künstlern schon frage, was das mit Kunst zu tun hat :-)). Und solange sie von privaten finanziert werden, ist mir auch egal, ob sie vom Verkauf ihrer Kunst oder eben von Unterstützern leben können. Ich sehe aber nicht ein, weshalb wir mit Steuergeldern Künstler unterstützen sollten, die nur Ärger provozieren. Diese Steuergelder könnten wir wirklich sinnvoller einsetzen!!
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    BRAVO! Was wollten denn eventuell Schweizer Künstler VERDAMI in China! Etwa ein 2 Parteien System einführen, damit beide Parteien am gleichen Strick ziehen, aber in verschienen Richtungen um damit China AUSZUBREMSEN oder dort ein Chaos anzurichten wie in den USA? Haben nach 9/11 denn Demokratie und Gewaltentrennung nicht versagt????? China + wir, das ARBEITENDE VOLK sind auf solche Künstler NICHT ANGEWIESEN. Diese sollen etwas Arbeiten gehen.
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