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Epidemie dauert an Zika-Virus: Immer noch gefährlich

Schweizer reisen wieder in von Zika betroffene Gebiete. Vorbei ist die Virus-Epidemie aber nicht.

Legende: Audio «Touristen sind besonders Zika-gefährdet» abspielen. Laufzeit 1:45 Minuten.
1:45 min, aus HeuteMorgen vom 07.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den weltweiten Gesundheitsnotstand wegen des Zika-Virus für beendet erklärt.
  • Touristen, die in die betroffenen Gebiete reisen, sind jedoch besonders anfällig auf eine Ansteckung.
  • Schwangere sollten die Zika-Gebiete nach wie vor meiden.

Die Zika-Epidemie hat vor rund einem Jahr in Brasilien begonnen. Das Virus breitete sich rund um den Globus aus, nach Lateinamerika betrifft es auch Länder in Asien und Afrika. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt. Die Weltgesundheitsorganisation hat das Ende des weltweiten Gesundheitsnotstandes verkündet.

Das Virus wird nach wie vor übertragen und kann speziell auch Touristen betreffen.
Autor: Christoph HatzChefarzt Schweizerisches Tropeninstitut

Aus den Schlagzeilen ist Zika verschwunden – und auch im Bewusstsein der Schweizer ist das Virus kaum mehr präsent.

Nachdem sie sich zu Beginn der Epidemie noch abschrecken liessen, reisen sie nun wieder in die betroffenen Gebiete. Doch eine Entwarnung ist nicht angezeigt, wie Christoph Hatz, Chefarzt am Schweizerischen Tropeninstitut, sagt. «Das Virus kann speziell Touristen betreffen.»

Erkrankte sind immun

Denn die Einheimischen sind für das Virus immer weniger empfänglich. Jene, die bereits erkrankt waren, sind nun immun. Und jene, die sich bis jetzt nicht angesteckt haben, bekommen es wohl auch nicht mehr.

Die Ausländerinnen und Ausländer hingegen bringen frisches Blut und sind besonders gefährdet. So gab es beispielsweise in Thailand oder in den Philippinen jüngst neue Fälle. Meiden müsse man die betroffenen Länder trotzdem nicht, sagt Hatz.

Risiko für Schwangere

Nur Schwangere sollten nicht in die Zika-Gebiete reisen, für alle anderen Reisenden sei das Risiko klein. «Wir sprechen hier von einem Risiko im Promille-Bereich, nicht von Prozenten», sagt Hatz.