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Viel Autobahnlärm bei den Sportanlagen am Stadtrand von Chur
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 09.07.2021.
abspielen. Laufzeit 03:55 Minuten.
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Zu laut am Stadtrand Chur will Autobahnlärm dämmen

Der Lärm stört auch die Idylle eines Naherholungsgebiets. Darum soll der Lärmschutz verbessert werden.

Die Autobahn am Churer Stadtrand ist vier Kilometer lang. Lärmschutzwände gibt es nur punktuell, und dies trotz Wohnquartieren in der Nähe und trotz der Oberen Au, einem beliebten Naherholungsgebiet mit vielen Sportanlagen. Und so rauschen Tag für Tag zehntausende Autos und Lastwagen auf der A13 auch an dieser Oberen Au vorbei und machen Lärm - für viele zu viel Lärm. Jetzt nimmt die Stadt einen neuen Anlauf, um den Lärmschutz für die Anwohnerschaft zu verbessern.

Im Bereich Obere Au wäre ein Lärmschutz sicher angebracht.
Autor: Sandra Maissen Churer Stadträtin

In den letzten Jahren hat die Stadt Chur in die Obere Au investiert: Sie hat einen neuen Skaterpark gebaut und daneben ein neues Naherholungsgebiet mit Bächli und viel Grün zum Spazieren und Verweilen. Schon seit Jahrzehnten ist auch das städtische Freibad just bei der Autobahn. Der Autobahnlärm bei der Oberen Au sei ein Problem, sagt Stadträtin Sandra Maissen. Lärmschutzwände wären hier sicher sinnvoll.

Lärmemissionen in der Stadt Chur

Schon 2008 hat das Churer Stadtparlament entschieden, dass es fürs Naherholungsgebiet und auch für die betroffenen Wohnquartiere einen besseren Lärmschutz braucht. Die Stadt hat Abklärungen getroffen, allerdings ohne nachhaltiges Ergebnis. Laut Sandra Maissen will die Stadt jetzt einen neuen Anlauf nehmen und bis ins Jahr 2023 beim Bundesamt für Strassen (Astra) ein Lärmschutz-Gesamtkonzept für die Autobahn A13 einreichen. Als Idee dafür nennt Maissen auch eine Einhausung. Dabei würde der Autobahnabschnitt quasi in einen Tunnel gepackt.

Geschätzte Kosten: 800 Millionen Franken

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Für das Regionaljournal Ostschweiz hat Marco Ronchetti vom Bundesamt für Strassen (Astra) grob ausgerechnet, was denn eine vier Kilometer lange und vier Meter hohe Lärmschutzwand auf einer Seite entlang der A13 kosten würde und kommt zum Schluss: 30 Millionen Franken.

Die Churer Stadträtin Sandra Maissen will darum das ASTRA mit einem Gesamtkonzept überzeugen. Eine Idee wäre, die Autobahn komplett einzupacken, also quasi in einen Tunnel zu stecken. Der Preis für eine sogenannte Einhausung wäre hoch, heisst es beim Astra. Rund 200'000 Franken werde hierfür pro Meter gerechnet, macht auf vier Kilometer rund 800 Millionen Franken.

Offen ist, wer denn diese Lärmschutzmassnahmen bezahlen soll. Beim zuständigen Bundesamt für Strassen heisst es, die Lärmgrenzwerte seien nicht überschritten. Daher würden keine Massnahmen finanziert.

Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden, 09.07.2021; 17:30 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Chur , Hauptstadt des Kantons
    Graubünden .Es ist wirklich
    bedauerlich , daß manche Kantonsbürger keine andere Wahl haben als die neben einer
    Autobahn .
    Graubünden hat , wie ich auf einer Reise selbst sehen konnte , so viel anderes , Sehenswertes als "neben der Autobahn"!
  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Jeder der hier wieder argumentiert "dann soll man nicht neben der Autobahn wohnen", der hat vergessen, dass es Menschen gibt, die keine andere Wahl haben an einen Ort zu ziehen, der günstig ist. Nicht jeder ist Erbe von einem Grundstück ausserhalb der Stadt. Ausserdem sind die Leute die neben der Autobahnen bauen, Investoren, die sicherlich nicht dort wohnen. Es soll eine Lösung her und nicht eine Argumentation dagegen. Geld ist genügend da und das schafft Arbeitsplätze.
  • Kommentar von Theo Weber  (Geniesser)
    Leider deckt der Verkehr (Strasse und Luft) nie und nimmer die kosten für den Lärm und deren Folgen.
    Mann müsste den lärmenden Freizeit Verkehr massiv einschränken und strengere Lärmvorschriften einführen.
    Das gilt auch für die kleinen Flieger die dauernd am Himmel knattern.
    1. Antwort von bert galzer  (galzer)
      Leider dürfte dies nicht stimmen, denn wenn wir alle vom Mot. Verkehr bezahlten Steuern und Gebühren nehmen, dann ist mehr als die Kosten bezahlt. Die Kosten sind höchstens nicht vollständig bezahlt, weil der ÖV massiv aus Einnahmen des Strassenverkehrs finanziert wird!

      Ferner wird der Nutzen des mot. Verkehrs wenn man dann so will auch nicht voll eingerechnet also in Abzug bei den Kosten gebracht.
    2. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      @Galzer Kennen Sie die Zahlen oder machen Sie hier eine Vemrutung? Ich denke kaum, dass die 2 günstigste Autobahn von Europa mit einer Vignette finanziert werden kann. Aber vielleicht bin ich auch nur ein Pessimist.