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Zu viel Medienkonsum? Jugendliche leiden unter Schlafproblemen

  • Jugendliche in der Schweiz schätzen ihren persönlichen Gesundheitszustand mehrheitlich als positiv ein.
  • Rücken- und Kopfschmerzen sind die häufigsten regelmässigen körperlichen Beschwerden.
  • Fast ein Viertel der Mädchen und jungen Frauen leiden regelmässig an Kopfschmerzen.
  • Zudem gibt über die Hälfte aller Jugendlichen an, regelmässig müde zu sein.
Video
Aus dem Archiv: Eine Woche ohne Handy («Einstein»)
Aus Einstein vom 10.12.2015.
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Jugendliche in der Schweiz schätzen ihren persönlichen Gesundheitszustand als positiv ein. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) bewerten ihr Gesundheit als «gut» und 35 Prozent sogar als «ausgezeichnet». Nur 10 Prozent fühlen sich «einigermassen gut».

Das zeigt die Studie JAMESfocus, Link öffnet in einem neuen Fenster zu Mediennutzung und Gesundheit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Swisscom.

Als regelmässige körperliche Beschwerden nannten die 1098 Befragten am häufigsten Rücken- und Kopfschmerzen (17 bzw. 16 Prozent). Insgesamt berichtet jeder fünfte Jugendliche über zwei oder mehr regelmässige körperliche Beschwerden.

Müde und Kopfschmerzen

Einen signifikanten (nicht zufälligen) Unterschied bei den Geschlechtern fanden die Forscher bei Kopfschmerzen. Rund 23 Prozent der Mädchen leiden regelmässig daran, während bei den Jungen nur acht Prozent davon betroffen sind.

Dieser Unterschied hänge laut der Studie unter anderem von der Sozialisation ab. Mädchen und junge Frauen seien häufig offener und aufmerksamer gegenüber ihrem psychischem und körperlichen Wohlbefinden.

Bei der psychische Gesundheit gab mehr als die Hälfte aller Jugendlichen (53 Prozent) an, regelmässig müde zu sein. Müdigkeit ist damit das mit Abstand am stärksten verbreitete Symptom. An zweiter Stelle folgen Konzentrationsprobleme (22 Prozent) und Gereiztheit oder schlechte Laune (18 Prozent).

Körperliche Beschwerden und Mediennutzung

Etwa jeder fünfte Schweizer Jugendliche leidet zudem unter regelmässigen Einschlaf- und Durchschlaf-Problemen. Ebenfalls ein Fünftel der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren beschwert sich über regelmässige Konzentrationsprobleme. Eine der Ursachen könnte die intensive Nutzung sozialer Netzwerke sein, vermuten die Forschenden.

Bei der Analyse wurde ein Zusammenhang von Internet-Nutzungsdauer und dem Geschlecht im Zusammenhang mit der körperlichen Gesundheit identifiziert. Eine längere Dauer der Internet-, Handy- und Game-Nutzung geht mit häufigeren körperlichen Beschwerden einher. Mädchen berichteten dabei häufiger von körperlichen Symptomen als Jungen.

Gesunder Umgang mit Medien

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In Bewegung bleiben: Mediennutzung kann für die körperliche Gesundheit dann problematisch sein, wenn sie mit Bewegungsmangel einhergeht. Es ist deshalb wichtig, sich ausreichend zu bewegen, besonders wenn man viel Zeit vor den Bildschirmen verbringt.

Bildschirmpausen einlegen: Das lange Starren auf Bildschirme ist anstrengend und kann zu Augenbeschwerden und Kopfschmerzen führen. Bildschirmpausen sind deshalb ratsam.

Mediennutzung vor dem Schlafen: Damit Jugendliche genügend schlafen, sollte die Mediennutzung abends im Auge behalten werden. Aufwühlende Inhalte in Games, Filmen oder sozialen Netzwerken können das Einschlafen erschweren. Es empfiehlt sich eine Bildschirmpause vor dem zu Bett gehen von einer Stunde einzuhalten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Roßdeutsch  (Lux Ferre)
    @Giorgio de Salice schon vor 15 Jahren hörte ich den Spruch "Wissen ist, wissen wo nachlesen". Ich sehe auch nicht ein warum in der Schule komplexe mathematische Formeln auswendig gelernt werden müssen, wenn man sie verstanden hat und anwenden kann, spielt es doch keine Rolle, ob man sie erst nachschlagen muss? Das selbe gilt für Geschichte, Zahlen und Fakten, wichtig ist doch zu verstehen, was diese Ereignisse ausgelöst, und was sie bewirkt haben.

    Die Frage ist, WAS konsumieren wir digital?
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  • Kommentar von Arnold Kohler  (Arnold Kohler)
    Leider betrifft die nicht nur jugendliche.beim zug und Bus fahren sind meistens 8 von 10 menschen digital absorbiert. Auch ich schreibe diesen Komentar nicht auf postkarte.
    Wie kommen wir von diesem digitalen konsum weg?
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  • Kommentar von Joseph De Mol  (Molensepp)
    Das ist erst der Anfang und ein leider völlig isoliertes Faktum. Die gesamten Auswirkungen dieses, sagen wir mal defensiv hochbedenklichen Konsums im Zusammenhang mit völlig denaturierten Verhaltens, werden erst so richtig und unerbittlich in 5-10 durchschlagen. Die Pharma- und Krankheitsindustrie (um nur einige zu nennen) wirds freuen. Die Digitalisierung verblödet uns. Komplett, ohne Rücksicht und absolut durchdringend. Aber die Kosumenten spielen halt auch nur allzu gerne mit in diesem Spiel!
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