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Zürich gegen Fangewalt Mit Videokameras und Informanten aus der Szene gegen Hooligans

Legende: Audio «Eine gewisse Ohnmacht ist spürbar» - Die Einschätzung von SRF-Zürich Redaktorin Vera Deragisch abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
02:30 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 14.09.2018.
  • Die Stadt Zürich sowie die Fussballclubs FC Zürich und Grasshoppers Zürich spannen im Kampf gegen Fussballgewalt zusammen.
  • Die Zusammenarbeit soll helfen, die verhältnismässig kleine Gruppe von Gewaltättern zu isolieren und strafrechtlich zu verfolgen.
  • Es sollen unter anderem Videokameras zum Einsatz kommen, um die Hooligans aus der Anonymität zu reissen.
  • Auch ein Konzept zum Schutz von Informanten ist geplant.

Die Stadt Zürich und die Strafverfolgungsbehörde ziehen künftig in der Hooliganproblematik am gleichen Strick. Die Expertengruppe der Clubs und die städtische Arbeitsgruppe Orbit werden deshalb in der Projektgruppe «Doppelpass» zusammengeführt, wie die Zürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) vor den Medien erklärte.

Der Name ist ein Bekenntnis. Die Stadt wird mit den Clubs vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Autor: Karin RykartSicherheitsvorsteherin Stadt Zürich

Wichtig sei nun, dass die Fussballclubs, die Stadt Zürich und die Strafverfolgungsbehörden am gleichen Strick ziehen und eng zusammenarbeiten würden. «Das Schwarzpeterspiel zwischen allen Beteiligten hat ein Ende», sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa.

Einigkeit besteht darüber, dass «eine kleine Gruppe von Gewalttätern das Problem bildet». Diese Gewalttäter sollen isoliert und strafrechtlich verfolgt werden. Ein Thema ist der mögliche Einsatz von Videokameras dafür.

Informanten aus der Szene

Zudem überlegt sich die Arbeitsgruppe «Doppelpass» , wie Whistleblower geschützt werden können, die Informationen liefern oder Straftäter anzeigen. Ein weiterer Schwerpunkt soll das Engagement in der Prävention bilden.

Die Stadtzürcher Polizeivorsteherin Karin Rykart betonte an der Medienkonferenz, dass es keine schnelle Lösung für das Problem gäbe. Der Kampf gegen die Hooligans könne nicht von heute auf Morgen gewonnen werden.

Verstärkte Prävention an den Schulen

Wie es an der Medienkonferenz weiter hiess, soll auch das Engagement im Bereich der Prävention verstärkt werden. Der Fokus wird dabei künftig auf den jungen Fans liegen.

Die Radikalisierung erfolgt immer früher
Autor: Filippo LeuteneggerSchul- und Sportvorsteher Stadt Zürich

Man wolle beispielsweise vermitteln, dass ein Gegner kein Feind sei und man nicht auf wehrlose Personen einprügeln soll.

Kein Zusammenhang mit der Stadionabstimmung

Wieso genau zu diesem Zeitpunkt die beiden Vereinspräsidenten, drei Stadtratsmitglieder sowie der Städtische Polizeikommandant vor die Medien traten, um im Grunde einzig den Zusammenschluss von zwei Arbeitsgruppen zu kommunizieren, konnten die Beteiligten nicht schlüssig beantworten.
Einen direkten Zusammenhang mit der im November anstehenden Abstimmung über die Zukunft des Hardturm-Areals - und damit eines neuen Fussballstadions - verneinten sie.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Mooser (Milow)
    Das schlimme daran ist, dass Sportveranstaltungen mittlerweile eine Plattform darstellen für Gewalt. Kinder die mit ihren Vätern zu den Fußballspielen mitgenommen werden, werden jede Woche aufs Neue mit Gewalt konfrontiert. Das darf doch nicht sein. Die Konsequenz daraus; die Zuschauer bleiben aus und die Randalierer gewinnen Oberhand. Fazit, Richtig durchgreifen und die Chaoten wegsperren. Über Busse und Stadionverbot lachen solche Leute bloss
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es ist höchste Zeit, dass man die Hulligans aus dem Verkehr zieht, und zwar sehr schnell, und ohne wenn und aber. Die jahrelangen Diskussionen welche denen auch noch ein Existenzrecht geben wollen, sind einfach nur widerlich! Wer daran glaubt, wird wohl noch einige Jahre warten müssen, bis die richtigen Politiker am Steuer sind.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      Ich fürchte, der Schmusekurs wird noch lange weitergehen. Mit gewaltigen Kosten wegen Sach- u. Personenschäden, Gerichts- u. Anwaltskosten, alles berappt durch den Steuerzahler. Da ja kaum einer der mal erwischten Chaoten dafür aufkommen kann.
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  • Kommentar von Karl Elsener (Zürifän)
    Werum wird alläs vo dä media hochbauscht. Immer sind Fans vom FCZ schuld. Werum verfolgt mer Persone mit Kameras. Die meischti gwalt wended Polizischte a und lönd situation so eskalierd!
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    1. Antwort von Luis Seitz (Luigi02)
      Es hat niemand gesagt, dass immer der FCZ Schuld ist. Das ist bei jeder Mannschaft so, bei einigen schlimmer, bei anderen weniger schlimm. Die schlimmsten sind meiner Meinung nach St. Gallen, Basel, Zürich und Sion. Ich bin zwar St. Gallenfan, kann aber zugeben, dass St.Gallen viel Hooligans. Vielleicht sollten sie auch mal ihre Augen öffnen und mal bei Matches in die zürcher Südkurve schauen und dann stellen Sie fest, dass der FCZ nicht so heilig ist wie Sie denken.
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    2. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Es braucht ja schon sehr viel Ignoranz und bescheidenes Denken für so eine Aussage Herr Elsener. Ich bin Zürcher und nerve mich nur über so viel primitive Gewalt die von solchen Chaoten ausgeht. Egal in welcher Stadt und in welchem Stadion. Für die im Letzigrund schäme ich mich nach aussen aber zusätzlich. Ihnen sage ich bezüglich ihrer absurden Aussage es sei die Polizei die am meisten Gewalt anwende, wer Gewalt säht der erntet Gewalt! Hoffentlich wird endlich konsequent durchgegriffen!!!
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    3. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      Und da will man noch ein 2. Stadion in Zürich. Vergesst es!
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