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«Normalbetrieb werden wir noch lange nicht haben»
Aus News-Clip vom 11.05.2020.
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Zurück in der Schule «Das ist alles andere als Normalbetrieb»

In der ganzen Schweiz haben heute Morgen die obligatorischen Schulen ihre Tore wieder geöffnet. Nicht alle Kantone sind gleich gestartet. Im Tessin, in der Westschweiz, aber auch in Zürich und St. Gallen wird in den ersten Tagen und Wochen mit kleineren Gruppen und Halbklassen gearbeitet. Von der obersten Lehrerin der Schweiz wollten wir wissen, wie ihr der Tag der Rückkehr in Erinnerung bleiben wird.

Dagmar Rösler

Dagmar Rösler

Zentralpäsidentin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH

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Seit August 2019 ist Dagmar Rösler Präsidentin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz. Für die ehemalige Deutsch- und Sportlehrerin haben die Frühförderung und der Ausbau von Tagesstrukturen an Schulen Priorität.

SRF: Dagmar Roesler, heute war der erste Schultag – was ziehen Sie für ein Fazit?

Dagmar Rösler: Es war der erste Schultag und die Schüler waren natürlich aufgeregt, aber auch motiviert. Sie waren aber auch erstaunt, was für Schutz- und Hygienemassnahmen an ihren Schulen umgesetzt werden. Ich glaube, Sie haben sich ganz gut eingelebt, und morgen startet dann die Schule und es geht weiter.

War das ein relativ normaler Schultag?

Nein, es war sicher kein normaler Schultag. Bis zur Pause musste man erst mal diskutieren und auch die Regeln besprechen. Dazwischen mussten sich auch die Lehrer selbst informieren. Ferner musste das Material eingezogen werden und wir schauten auch, wie es den Kindern überhaupt geht, was sie vom Schulstoff der letzten acht Wochen überhaupt mitbekommen haben. Vielleicht konnte man dann nach der Pause mit etwas Schulstoff beginnen, aber nein, das war kein normaler Schultag und das wird auch der morgige Tag nicht sein.

Sind Sie persönlich zufrieden, wie der erste Tag über die Bühne ging?

Ja, was ich gehört habe, sind alle sehr zufrieden. Die erste Aufregung hat sich jetzt gelegt. Morgen kommt dann der zweite Tag, daraus ergibt sich eine gewisse Routine und wir können dann richtig mit Arbeiten beginnen. Natürlich können wir hier nicht von Normalbetrieb reden. Einige Klassen sind ja nur in Halbklassen erschienen, das ist eine planerische Aufgabe. Bei anderen ist die ganze Klasse da, hier werden die Abstand- und Hygieneregeln die Schwierigkeit sein. Es wird noch dauern, bis wieder völliger Normalbetrieb herrscht.

Das Gespräch führte Bähram Alagheband.

Tagesschau, 11.5.2020, 18:00 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Sandra Burri  (Surri)
    Bei mir (TG) war die ganze Klasse da und ausser Hände waschen, viel Lüften und Türgriffe meiden, verlief eigentlich alles wie bei Normalbetrieb. Bewusstsein ist geschärft, aber es ist eine Farce im Schulalltag mit 25 Schülern im Schulzimmer (die sich sowieso alle in der Pause mit ihren KollegInnen treffen) immer 2m Abstand halten zu wollen, geschweige vom Materialaustausch. Wir werdens sehen. In Schweden hat die Bekämpfung trotz geöffneter Schulen geklappt.
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  • Kommentar von Susanne Brauer  (Susanne Brauer)
    Wieso ist es der Lehrerschaft eigentlich nicht möglich, Hausaufgaben auch remote zu kontrollieren und online Teaching Sessions durchzuführen? Zumindest in den Jahrgangsstufen, wo die Kinder von der Schule aus Tabletts zur Verfügung gestellt bekommen haben? Da gibt es zumindest von der Technik her keine Ungleichheiten... Ich hätte von der „Digitalisierung“ in den Schulen mehr erwartet als es in den letzten Wochen der Fall.
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    1. Antwort von Stephan Wehrli  (Stephan Menschenfreund)
      Weil heute in einer guten Schule die Kinder lange nicht mehr alle das Gleiche tun sondern an ihren eigenen Lernbereichen arbeiten und dabei von der Lehrperson individueller als früher begleitet werden. Diese Lernbegleitung beginnt mit genauem Beobachten und Fragen und dann mit entsprechender Unterstützung. Das ist sehr schwierig zu realisieren auf Distanz, je jünger dir Kinder sind desto mehr.
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Susanne Brauer "remote und Teaching Sessions..." dafür gäbe es auch deutsche Begriffe. Für remote zB fern, Teaching Sessions >Unterrichtsstunden. Es gibt es wohl gewisse Ausdrücke, die man nur schwerlich in deutscher Sprache verwenden kann, aber wo immer möglich sollte mE Verenglischung vermieden werden.
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  • Kommentar von Silvia Grossenbacher  (Silvia Grossenbacher-Kurth)
    War bis jetzt sehr zufrieden mit ihrer Bericherstattung, jetzt wirft sie für mich aber Fragen auf... . Warum werden auf der Seite livesticker die Zahlen der Infizierten aktualisiert, aber die der Toten hinken um 300 hinterher? Obwohl dabei steht 'Stand MONTAG'....... In den 'Grafiken der Fallzahlen' sind sie berücksichtigt.
    Dies wirkt zumindest irreführend......
    Und warum ist die Schweiz in der Grafik der Länder plötzlich nicht mehr aufgeführt?
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Die Schweiz ist bereits seit über einer Woche nicht mehr aufgeführt, weil bloss die 16 Länder mit den meisten Ansteckungen angezeigt werden. Die Schweiz ist jetzt ca. auf Platz 19, gemäss Johns Hopkins. aber Sie können die Schweiz mit bestimmten Ländern in Vergleich setzen bei der interaktiven Anstigskurve. Aber die ist ebenfalls mit Vorsicht zu geniessen. Gewisse Länder wie z.B. Equador sind da nicht so dargestellt wie sie die Zahlen gemeldet haben.
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    2. Antwort von Dietmar Logoz  (Universalamateur)
      @ Beat Reuteler: Die absoluten Zahlen alleine sagen nicht viel aus, aufschlussreicher sind die Werte in Relation zur Bevölkerungszahl; bei diesen liegt die Schweiz auf Platz 15 mit 18.1 Toten/100'000 Bewohnern.
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    3. Antwort von Silvia Grossenbacher  (Silvia Grossenbacher-Kurth)
      Liebes Srf-Team, auf die Gefahr hin aufsässig zu wirken, komme ich noch einmal auf die Frage zurück, warum die Anzahl der Toten nicht ebenso aktualisiert wird, wie die der Infizierten......?
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    4. Antwort von Ihr Kommentar editor
      @Silvia Grossenbacher: Grüezi Frau Grossenbacher, in diesem Artikel finden Sie die laufend aktualisierten Zahlen (auch Todesopfer). https://www.srf.ch/news/international/schweiz-und-weltweit-so-entwickeln-sich-die-coronavirus-fallzahlen
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    5. Antwort von Ihr Kommentar editor
      @Silvia Grossenbacher: Grüezi Frau Grossenbacher, in diesem Artikel finden Sie die laufend aktualisierten Zahlen (auch Todesopfer). https://www.srf.ch/news/international/schweiz-und-weltweit-so-entwickeln-sich-die-coronavirus-fallzahlen
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