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Zwei Autos mit Totalschaden «Blow-up» wird zur Schanze auf der Autobahn: Wie passiert das?

In der Nacht auf Dienstag musste die Autobahn A13 gesperrt werden, weil die Fahrbahn explosionsartig aufriss. Droht das in Hitzesommern häufiger?

Auf der Autobahn A13 im St. Galler Rheintal kam es am Nachmittag des Pfingstmontag zu einem wortwörtlichen Knall. Durch einen sogenannten «Blow-up» riss der Fahrbahnbelag explosionsartig und verformte sich zu einer Schanze.

Der Grund war die Hitze, die die Strasse sichtbar stark beschädigt hatte. Zwei Autos fuhren mit vollem Tempo über die entstandene Schanze, verletzt wurde niemand. Die beiden Autos erlitten einen Totalschaden. Wer haftet, ist laut Bundesamt für Strassen (Astra) noch unklar. Die Betroffenen sollen sich an ihre Versicherungen wenden – möglich, dass dies ein Fall für die Werkeigentümerhaftung ist.

Verkehrsschild nach Chur und Sargans an Landstrasse
Legende: Die Autobahn musste die ganze Nacht gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Kantonsstrassen umgeleitet. SRF/BRK News

Wie es genau zum «Blow-up» kam, erklärt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen: «Dieses Phänomen kann bei extrem hohen Temperaturen auftreten. Diese Autobahn wurde einst mit einem Betonbelag gebaut. Danach gab es einen modernen Belag obendrauf. Bei sehr hohen Temperaturen kann es diesen Fahrbahnbelag anheben.»

Droht das in Hitzesommern jetzt häufiger?

Dieses Szenario bestätigt Manuel von Burg, Kommunikations­beauftragter des Astra für die Region Nordostschweiz. «Die Betonplatten, die unter dem Deckbelag liegen, dehnen sich durch die Hitze aus. Wenn die Ausdehnung nicht mehr genügend aufgenommen werden kann, baut sich Druck auf. Und dieser Druck kann im Extremfall zum Aufbruch der Strasse führen.»

Oftmals passiere dies in einem viel kleineren Ausmass, so von Burg weiter. «Ein solches Ereignis in dieser Dimension wie am Pfingstmontag ist sehr selten.» Und: Fahrbahnen auf Betonplatten sind nicht mehr Usus, sondern ein «Relikt aus der Vergangenheit». «Früher machte man das so», sagt Manuel von Burg vom Astra. «Heute gibt es nicht mehr viele so gebaute Autobahnen. Und diese werden nach und nach ersetzt.»

Baustelle auf Autobahn mit Strassenfräse und Bagger.
Legende: Mit schweren Geräten wurde die Autobahn A13 zwischen Sennwald und Haag SG wieder instandgesetzt. SRF/BRK News

Solche Aufbrüche treten oftmals sehr unmittelbar und kurzfristig auf. Aber das Astra beugt vor: «Wir unterhalten die Nationalstrassen regelmässig. Und wir führen regelmässig Fugensanierungen und Instandsetzungen durch.» Auf dem betroffenen Abschnitt zwischen Oberriet und Haag ist für 2027 ein grösseres Instandsetzungsprojekt geplant.

Die Strassen in der Ostschweiz und der Schweiz allgemein seien nach wie vor sehr sicher. Im konkreten Fall der A13 wird nun verstärkt kontrolliert.

Über Nacht geflickt

Die ganze Nacht über war der Abschnitt zwischen Sennwald und Haag SG in Fahrt Richtung Chur gesperrt. Baumaschinen fuhren auf, die Strasse wurde bis in die frühen Morgenstunden repariert. So, dass der zurückkehrende Berufsverkehr nach Pfingsten wieder freie Fahrt hatte.

Diese Tipps gibt das Astra an Autofahrerinnen und Autofahrer

Box aufklappen Box zuklappen
  • Geschwindigkeit reduzieren
  • Abstand halten
  • Falls möglich: keine abrupten Ausweichmanöver starten
  • Warnblinker einschalten
  • Anhalten
  • Polizei umgehend informieren
  • Fahrbahn nicht betreten

Regionaljournal Ostschweiz, 26.5.2026, 12:03 Uhr ; 

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