Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Päckli-Porto der Post kostet nicht überall gleich viel abspielen. Laufzeit 03:46 Minuten.
Aus Espresso vom 19.06.2019.
Inhalt

Zwei verschiedene Tarife Päckli-Porto der Post kostet nicht überall gleich viel

Pakete kann man neu auch in der Migros verschicken. Die Post verrechnet dort allerdings andere Tarife.

Eine Hörerin des Konsumentenmagazins «Espresso» nutzte kürzlich das Angebot, welches die Migros Anfang Mai 2019 eingeführt hatte: Sie gab beim Kundendienst ein Paket auf. Das Porto kostete sie elf Franken. Später stellte die Frau fest: Am Postschalter hätte dasselbe Paket nur sieben Franken gekostet.

Die Post bestätigt: Es gibt für Pakete zwei verschiedene Tarife. Der bekanntere Tarif ist derjenige nach Gewicht und Volumen. Er wird in Postfilialen und Postagenturen angewendet. Beim zweiten Tarif wird das Porto nur nach dem Volumen eines Pakets berechnet. Dieser gilt bei den Paket-Automaten der Post und bei den sogenannten Service-Punkten. Das sind meistens Läden, wie Migros-Filialen oder Bäckereien, wo die Kunden beim Einkaufen auch gleich Pakete abholen und aufgeben können.

Kein Platz für eine Paket-Waage

Der Grund für den zweiten Tarif liegt in der Infrastruktur, sagt Post-Sprecherin Masha Foursova: «Oft lassen es die Platzverhältnisse bei unseren Partnern nicht zu, eine Paketwaage aufzustellen.» Deshalb gelte dort ein Preismodell, wo nur die Grösse des Pakets relevant sei. Dies sei beispielsweise in Bäckereien oder beim Kundendienst der Migros der Fall. Der Pakettarif nach Volumen gilt aber auch bei den Paket-Automaten der Post, wo es ebenfalls keine Waage hat.

Daher kann es sein, dass das Porto für dasselbe Paket bei der Migros oder in der Postfiliale unterschiedlich viel kostet. «Wir verstehen den Ärger der Kundin, die in diesem Fall nach Volumen mehr für ihr Paket bezahlen musste», sagt Migros-Sprecherin Cristina Maurer.

Die betroffene Kundin stört vor allem, dass sie die Pakettarife bei der Migros weder im Laden noch auf der Homepage finden konnte. Die Migros reagiert auf diese Kritik: «Wir werden die Paketpreise so schnell wie möglich transparent auf unserer Homepage aufschalten.» Migros und Post empfehlen, beim Personal nachzufragen, wenn man beim Aufgeben ausserhalb der Postfiliale nicht sicher ist, welcher Pakettarif gilt.

So sparen Sie Porto

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Der Tipp von «Espresso», um Porto zu sparen: Kleine und schwere Pakete gibt man am besten am Paket-Automaten oder an einem Service-Punkt, beziehungsweise an einer Pick-Post-Stelle auf. Grosse und leichte Pakete dagegen in der Postfiliale oder einer Postagentur mit Waage.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Pascal Gienger  (Pascal Gienger)
    Die US Post (USPS) hat blaue Automaten die Briefe und Pakete "können". Ich war überrascht wie schnell das mit einem Paket ging. Drei Lichtschranken massen die Abmessungen und das Feld auf das man das Paket zum Messen stellt ist auch eine Waage. Nach 5 Minuten hatte ich die richtige Frankatur und die Trackingnummer.

    Das ginge in der Schweiz doch sicher auch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Mit Tarifdschungeln den Konsumenten über den Tisch ziehen. Applaus. Grossartig. Ich bin sicher, die Erfinder kassierten einen fetten Bonus. Alles richtig gemacht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Wir haben es ja 2004 fertig gebracht die Volksinitiative "Postdienste für alle" abzulehnen. Also, was soll das Glier? Gerade auf dem Land war die Ablehnung damals riesig. Nun ist es halt das Gejammer über die fehlende Poststelle. Kaum gibt es Alternativen, wie viel längere Öffnungszeiten, ist es - egal wer was macht - auch nicht gut. Zum Glück sind solche "Spässe" nicht gratis. Migros und Coop sind da rücksichtslos und wälzen ihren Mehraufwand auf die XY's, also uns ab, Bravo, selber schuld!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen