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Militärgericht spricht Ex-Teamleader der PC-7-Flugstaffel frei
Aus Schweiz aktuell vom 17.09.2021.
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Zwischenfall in St. Moritz Militärgericht spricht Ex-Chef der Flugstaffel PC-7 frei

  • Ein Militärgericht in Aarau hat den ehemaligen Chef der PC-7-Kunstflugstaffel der Luftwaffe freigesprochen.
  • Er war wegen eines Unfalls der Staffel im Rahmen der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz 2017 angeklagt worden.
  • Ein Flugzeug der Staffel hatte in St. Moritz bei einem Trainingsflug ein Seil des Schweizer Fernsehens heruntergerissen, wobei eine Kamera in den Zielraum stürzte und das Flugzeug beschädigt wurde.
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Archiv: Ex-Leiter der Kunstflugstaffel muss vor Militärgericht
01:38 min, aus HeuteMorgen vom 16.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.

Der 41-jährige Hauptmann wurde in Aarau vom Vorwurf des fahrlässigen Missbrauchs und Verschleuderung von Material freigesprochen. Auch vom Vorwurf der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, sowie von der vorsätzlichen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften wurde er freigesprochen.

Der Auditor (Ankläger) hatte eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 140 Franken gefordert. Der amtliche Verteidiger verlangte einen Freispruch. Er machte geltend, in der gesamten Untersuchung sei «nicht schlüssig dargelegt», dass das Verhalten seines Mandanten «kausal ursächlich» gewesen sei für die Kollision.

PC-7-Flügel durchtrennte Seil

Der Ex-Flugstaffel-Chef musste sich vor dem Militärgericht 2 für den spektakulären, jedoch glimpflich verlaufenen Unfall einer Kunstflugstaffel vom 17. Februar 2017 in St. Moritz verantworten. Der Unfall ereignete sich im Rahmen der Ski-WM in St. Moritz. Zu diesem Anlass hatte das Fernsehen SRF eine Seilbahnkamera eingerichtet. Zwei Seile führten sie parallel zur Rennstrecke.

Video
Aus dem Archiv: PC-7 kollidiert am Ski-WM mit Seilkamera
Aus Schweiz aktuell vom 17.02.2017.
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Als Attraktion war eine Kunstflug-Vorführung vorgesehen. Gegen Mittag absolvierte die Staffel einen Trainingsflug. Dabei riss eines der Flugzeuge das obere Seil herunter. Die Kamera stürzte in den Zielraum, das durchtrennte Seil schleuderte gegen die gleich nebenan verlaufende Sesselbahn und beschädigte eine Kabine.

Die Bahn wurde automatisch gestoppt, der Betrieb rund 20 Minuten unterbrochen. Auch an der Unfallmaschine entstanden Schäden. Der Pilot konnte sie jedoch im nahen Samedan (GR) zur Landung bringen. Ein Verfahren gegen ihn wurde eröffnet, letztes Jahr jedoch eingestellt. Personen kamen keine zu Schaden.

SRF 4 News, 17.09.2021, 15:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Zurbrügg  (BeZu)
    Habe kein Problem mit dem Urteil
  • Kommentar von Heinz Lorenz  (loripollo)
    Also dass dieser Militär freigesprochen wird, hätte ich bereits vor dem Prozess gewettet!
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Lorenz, im Nachhinein ist man immer schlauer. Warum haben Sie Ihre Wette nicht gestern in einem Kommentar zum Vorschau-Artikel gepostet? Dann wäre Ihr heutiger Kommentar eher glaubhaft.
  • Kommentar von Peter Müller  (1898YB)
    So macht man das: 4.5 Jahre warten, und dann freisprechen, ohne Details zum Unfallhergang zu veröffentlichen. Weshalb dauert das 4.5 Jahre? Ist doch nicht so kompliziert!
    1. Antwort von Pascal Ringenbach  (stuhlflechter)
      Das Gras wächst eben nicht schneller. Bis so eine Sache huschhusch abgehakt werden kann brauchts es bitzeli Geduld. Aber glauben Sie mir, wenn unsereins so einen Bock geschossen hätte, das wäre ganz anders abgelaufen...