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Besser umgehen mit der Flut von Smartphone-Mitteilungen
Aus Espresso vom 01.10.2021.
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Smartphones So schaffen Sie Ruhe von der Flut von Smartphone-Mitteilungen

Bling, kling, klirr, brumm, summ: Die Art, wie Apps die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, ist vielfältiger denn je. Die Möglichkeiten der Eindämmung sind es auch.

Die Art, wie Handys sich uns mitteilen, widerspiegelt die Entwicklung der Geräte: Am Anfang standen bloss Klingeltöne. Die konnten wir in der Lautstärke verändern oder ganz zum Verstummen bringen. Der «Lautlos-Modus» war geboren.

Vibration als Feature

Weil aber bei einem komplett stummen Handy wichtige Anrufe und Mitteilungen untergehen, begannen die Hersteller, Motörchen in die Handys einzubauen und gaben uns so den «Vibrationsmodus».

Damit lebten wir gut – bis ab 2007 die Smartphones langsam aber stetig ihren Siegeszug antraten. Und mit ihnen die Apps.
Die hievten unseren Kommunikationslevel auf ein neues, Niveau: E-Mail, Facebook, Whatsapp, Signal, Instagram, News- und viele andere Apps tönen und blinken seither fast im Sekundentakt um die Wette. Dazu kommen weitere Meldungen, die uns auf abgebuchtes Geld, neue Bonuspunkte oder eine bevorstehende Reise hinweisen.

Letzter Schrei: Digitales Wohlbefinden

Wir sind dauernd abgelenkt. Deshalb wurde der «Ruhe-Modus» erfunden. Und gleich darauf die Möglichkeit, bei jeder einzelnen App einzustellen, ob und wie sie sich melden soll.

Die Varianten, wie wir das Mitteilungs-Verhalten unseres Smartphones einstellen können, sind mittlerweile so vielfältig, dass das für viele das grössere Problem ist als die dauernden Mitteilungen. Deshalb gibt es seit kurzem noch einen weiteren Modus: «Fokus», «Schlafmodus» oder «Konzentrationsmodus»: Ein Versuch, die Einstellungsflut für Mitteilungen zu bündeln und gleichzeitig gegen die Angst anzukämpfen, man könnte etwas verpassen (in der Fachsprache: «FOMO» genannt, «Fear of missing out»).

Die unterschiedlichen Modi

  • Der «Lautlos-Modus»: Er macht das Handy im wahrsten Sinne des Wortes lautlos. Es ist stumm. Was bei einem Smartphone aber nicht heisst, dass es nicht weiterhin ablenken kann mit einer LED, die blinkt, wenn eine neue E-Mail im Posteingang landet, mit einem Display, das kurz aufleuchtet und eine neue Whatsapp-Mitteilung anzeigt usw.
    Den «Lautlos-Modus» schaltet man manuell ein und aus.
  • Der Ruhemodus» (oder «Nicht stören»-Modus): Er macht dasselbe wie der «Lautlos-Modus», unterdrückt aber auch alle anderen nicht akustischen Signale. Der Benutzer kann ihn manuell oder automatisch mit einem Zeitplan aktivieren. Und die Benutzerin kann Ausnahmen hinzufügen, also Apps, die sich trotz aktiviertem «Ruhemodus» melden dürfen oder Personen, bei denen Apps «laut» sein dürfen.
  • «Konzentrations/Schlafmodus»: Der neuste Modus «Fokus» (ab iOS 15; bei neueren Android-Versionen unter «Einstellungen» -> «Digitales Wohlbefinden») macht dasselbe wie der «Ruhemodus», ist aber flexibler. Man kann sich Gruppen von Apps definieren, die während eines bestimmten Zeitplans etwa ganz stumm sein sollen, oder nur vibrieren dürfen, je nach Betriebssystem und Hersteller abhängig vom Ort, Wochentags oder Absender.

Mitteilungs-Rechte entziehen

Jede App ist standardmässig so eingestellt, dass sie Mitteilungen machen kann. Um sich das Leben zu erleichtern, sollte man jeder neu installierten App gleich diese Berechtigung entziehen. So ist erst einmal Ruhe.

Bei Bedarf kann man dann einzelne Berechtigungen für Mitteilungen wieder hinzufügen, so dass sich das Handy wirklich nur dann meldet, wenn man das wünscht. Kombiniert mit der «Fokus»-Funktion verhindert das wirkungsvoll, dass man immer wieder aufs Smartphone schaut. Allerdings kommt man nicht darum herum, etwas Zeit zu investieren: Auch die unzähligen Modi, die uns entlasten sollen, verlangen unsere ganze Aufmerksamkeit.

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Weniger Ablenkung und mehr digitales Wohlbefinden.
03:46 min
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Radio SRF 3 29.09.2021 11:10 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Lena Mäder  (lenamaeder)
    Das Handy daheim lassen, es ausschalten bzw. den Flugmodus aktivieren oder auf lautlos....vielleicht auch WLAN und die mobilen Daten deaktivieren. Was ist daran so kompliziert? Vermutlich bin ich noch hinter dem Mond.....
  • Kommentar von Robin Hall  (Blumenkartian)
    ich empfehle bei den Einstellungen unter 'Apps' die gewünschte Anwendung anzuwählen, auf 'Benachrichtigungen' zu klicken und den Regler bei 'Benachrichtigungen anzeigen' nach links zu schieben.

    So kann man gezielt und dauerhaft alle Apps, die einem die Benachrichtigungsleiste zuspammen davon entfernen. Diese Funktion wird immer ausgeführt, egal ob das Handy nicht im 'bitte nicht stören'-Modus verweilt oder nicht.

    Nach 10 Minuten einstellen hat man danach dauerhaft Ruhe.
  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Ich habe mir einfach ein Unihertz Jelly 2 gekauft. Das Teil ist so klein, aber dennoch ein normales Smartphone. Es kann alles wie ein gewöhnliches Gerät, einfach ist alles so klein, dass man gar keine Lust hat, etwas darauf zu machen. Videos schauen macht wenig Spass und Mails beantworten auf der kleinen Tastatur erst recht nicht. Dennoch funktionieren alle "Komfort"-Funktionen wie SBB-App E-Banking oder Twint. Das Resultat: Mache nur das nötige darauf, sonst habe ich null Bock es zu verwenden.