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SRG-Umfrage zur AHV-Reform
Aus Tagesschau vom 19.08.2022.
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Umfrage zu den Abstimmungen Klares Ja zu AHV-Reform – knappes Ja zu Massentierhaltungsvorlage

Zu den AHV-Vorlagen zeichnet sich laut SRG-Umfrage ein Ja ab. Das Ja zum Verrechnungssteuergesetz ist weniger eindeutig.

Die Meinungen sind noch nicht alle gemacht. Aber aus der ersten SRG-Umfrage des Instituts GFS Bern zu den Abstimmungsvorlagen vom 25. September 2022 lassen sich erste Trends ablesen.

Gute Chancen für AHV-Reform

Beide Vorlagen der AHV-Reform erhalten laut SRG-Umfrage zurzeit hohe Zustimmungswerte. 64 Prozent sind für ein höheres Frauenrentenalter. Und 65 Prozent stimmen der Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV zu. Das sind die Ergebnisse der Befragung des Forschungsinstituts GFS Bern.

Unter den Parteianhängern herrscht hoher Konsens. Lediglich die SP-nahe Wählerschaft sagt Nein. Auch die Frauen wollen mit 52 Prozent mehrheitlich für das Rentenalter 65 stimmen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass bis zur Abstimmung ein Meinungsumschwung stattfindet und der Vorsprung der Ja-Seite noch matchentscheidend schrumpft.

Knappe Zustimmung zur Massentierhaltungs-Initiative

Die Initiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» dürfte es trotz eines knappen Umfrage-Ja an der Urne schwer haben. Zwar stimmen zurzeit 51 Prozent der Initiative zu, 46 Prozent lehnen sie ab. Aber Initiativen starten oft mit einem Sympathiebonus in den Abstimmungskampf und verlieren bis zum Abstimmungstag an Zuspruch, wenn sich die Stimmberechtigten genauer mit dem Thema befassen. Zudem ist der Problemdruck gemäss GFS Bern nicht sehr hoch: Viele der Befragten finden, es gebe bereits strenge Tierschutzgesetze.

Verhaltenes Ja zum Gesetz über die Verrechnungssteuer

Zurzeit sprechen sich 49 Prozent der Befragten für die Teilabschaffung der Verrechnungssteuer aus. 35 Prozent sind dagegen. Allerdings ist die Meinungsbildung wenig fortgeschritten: 16 Prozent sind noch unentschieden. Zwar ist ein Ja am 25. September wahrscheinlicher als ein Nein. Aber der Abstimmungsausgang wird davon abhängig sein, welche Dynamik die Pro- und Kontra-Kampagnen im Abstimmungskampf entwickeln.

Datenerhebung und Stichprobengrösse

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Die Umfrage ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut GFS Bern zwischen dem 29. Juli und 15. August 2022 durchgeführt worden. Insgesamt wurden die Antworten von 12’015 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Telefonisch befragt wurden 1206 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt.

Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten. Der statistische Fehler beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Bei 1206 Befragten und einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Online-Befragung

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Personen online befragt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 10’809 Stimmberechtigten für die Auswertung verwendet werden. Die Online-Befragung wurde über die Webportale der SRG-Medien realisiert als sogenanntes Opt-in (Mitmachbefragung).

Diese Online-Stichprobenzusammenstellung erfolgte nicht zufällig und die resultierende Stichprobe ist nicht repräsentativ. Es haben beispielsweise weniger ältere Personen als jüngere an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr Männer als Frauen.

Deshalb hat das Institut GFS Bern die Antworten gewichtet: Den Verzerrungen in der Stichprobe wurde mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt und so die Repräsentativität optimiert.

Die Aufteilung der Befragten insgesamt auf die Sprachregionen ist wie folgt: 9’597 in der Deutschschweiz, 2’035 in der Romandie und 383 in der italienischsprachigen Schweiz.

Wie wird gefragt?

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend wurde auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen» verfahren.

Konkret wurde etwa gefragt: «Ganz unabhängig davon, wie sicher Sie sind, dass Sie an dieser Volksabstimmung teilnehmen werden: Wenn morgen schon über die Vorlage abgestimmt würde, wären Sie dann bestimmt dafür, eher dafür, eher dagegen oder bestimmt dagegen?»

Umfragen sind Momentaufnahmen

Das Forschungsinstitut GFS Bern führt zwei Umfragen zur Abstimmung vom 25. September 2022 durch. Die Autoren der Studie betonen, die Ergebnisse seien kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis, sondern eine Momentaufnahme zur Zeit der Befragung.

Detaillierte Informationen zur Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie auf der Website des Instituts GFS Bern.

SRF 4 News, 19.08.2022, 06.00 Uhr;

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