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10 Jahre nach Finanzkrise UBS-Chef kritisiert Geldpolitik der Nationalbank

  • UBS-Chef Sergio Ermotti kritisiert die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
  • In der «Sonntagszeitung» wundert sich Ermotti, dass im Stabilitätsbericht der Nationalbank das Wachstum der Grossbanken als Risiko thematisiert werde.
  • «Ich glaube, die Negativzinsen und die Grösse der Bilanz der Nationalbank sind die viel grösseren Risiken», sagt Ermotti.
Sergio Ermotti.
Legende: UBS-Chef Sergio Ermotti hält den Spielraum der SNB bei einer Wirtschaftskrise für gering. Keystone

Die Tiefzinspolitik gefährde die Altersvorsorge, führt Ermotti im Interview weiter aus. Insbesondere Pensionskassen würden durch tiefe Zinsen ermuntert, Hypotheken zu sehr günstigen Bedingungen zu vergeben. Daraus könnten im Krisenfall grosse Verluste entstehen.

Darüber hinaus hätten die Schweizer Währungshüter im Falle einer erneuten Wirtschaftskrise kaum mehr Handlungsspielraum. «Können wir wirklich nochmals die Bilanz der Nationalbank erhöhen? Ich glaube nein. Darüber wird zu wenig gesprochen», warnt Ermotti.

Von der UBS gehe hingegen kein Risiko mehr aus. Das Too big to fail»-Problem sei gelöst. Alles andere sei «Angstmacherei», so Ermotti.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Letizia Stefani (Stefani)
    Erst wenn die Zinsen steigen wird die SNB wissen, was sie richtig und was sie falsch gemacht hat. Schlecht ist, dass die tiefen Zinsen die PKs zur Gewährung von Hypotheken verleiten. Die Versicherten bezahlen ihr Vorsorgegeld in die PKs ein und können dieses nicht nur als Vorbezüge für Wohneigentumsförderung beziehen, sondern auch noch in Form von Hypotheken. Zudem sind die PKs direkt und indirekt in Immobilien investiert. Durch Wertverluste bei Immobilien werden Vorsorgegelder vernichtet.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Ich beschäftige mich gerade mit dem Buch von Ulrike Herrmann, Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung. Die Kriese der heutigen Ökonomie. Es sind also nicht nur Laien die zu wenig verstehen, sondern auch Politker und Ökonomen die uns führen sollten. Ich geh sogar so weit zu sagen, dass 95 nicht verstanden haben wie gefährlich unser Nichtwissen ist. Zitat: Die heutige Ökonomie tut so, als wären Smith, Marx und Keynes gestrig-dabei halten sie sich im Vorgesten auf. Ulrike Herrmann.
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  • Kommentar von Aldo brändli (aldo)
    Wenn ein Banker wie Ermotti oder Grübel etwas sagen (Leute die vom Bankgeschäft etwas verstehen), dann findet man immer Laien die nichts verstehen und kritisieren.
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    1. Antwort von Simon Weber (Weberson)
      Folglich muss man dann auch denken, dass wenn Leute wie Ermotti die SNB kritisiert, die SNB also nichts von ihrem Geschäft versteht? Die letzten 15 Jahre hat die SNB ihre Arbeit besser erledigt als die UBS, wenn Sie mich fragen Herr Brändli.
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    2. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Wenn man bedenkt das die UBS vom Staat gerettet werden musste wäre ich als UBS-Banker sehr vorsichtig mit Kritik am Staat.
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