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CS-Gebäude am Bundesplatz in Bern
Legende: CS-Gebäude am Bundesplatz in Bern Keystone
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Wirtschaft 700 Millionen Verlust bei der Credit Suisse

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse musste im zweiten Quartal einen Verlust von 700 Mio. Franken hinnehmen. Grund dafür ist die Bussenzahlung von 2,8 Mrd. Dollar wegen des US-Steuerstreits. Das Kerngeschäft hingegen lief gut. Zudem steigt die Bank aus dem Rohstoffhandel aus.

Im zweiten Quartal 2014 hat die Credit Suisse (CS) einen hohen Konzernverlust von 700 Mio. Franken erlitten. Im Vergleichsquartal im Vorjahr hatte es noch einen Gewinn von 1,045 Mrd. Franken gegeben.

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Brady Dougan zu möglichen personellen Konsequenzen
00:50 min, aus SRF 4 News aktuell vom 22.07.2014.
abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.

Das Ergebnis im zweiten Quartal ist auf die Busse von rund 2,8 Mrd. US-Dollar an die US-Steuerbehörde zurückzuführen. Im Mai hatte sich die Schweizer Grossbank der Beihilfe zur Steuerhinterziehung bei US-Amerikanern schuldig bekannt.

Dougan bleibt CEO

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Brady Dougan grinsend mit einem Headset al rechten Ohr.
Legende: Keystone

Wegen der Busse und dem Schuldeingeständnis der CS wird auch die Frage nach personellen Konsequenzen an der Konzernspitze laut. CEO Brady Dougan sagt dazu gegenüber SRF: «Das Team hat die Probleme geerbt und gelöst.» Man habe kein Notrecht anwenden müssen und sich an Schweizer Gesetze gehalten.

Das Geschäft mit den Reichen

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Das Vermögensgeschäft brummt nicht nur bei der CS. Auch von den anderen Schweizer Banken erwarten die Analysten gute Zahlen. Doch: Das seien alles Schwarzgelder, behauptet Ökonom Gabriel Zucman. Bankenspezialist Beat Bernet widerspricht. Mehr dazu

Der gesamte Geschäftsertrag der CS betrug im zweiten Quartal 6,433 Mrd. Franken. Dies ist weniger als in der Vorjahresperiode, in dem 6,830 Mrd. Franken eingefahren wurden, liegt aber über den Erwartungen von Analysten.

Ausstieg aus Rohstoffhandel

Auch im Investmentbanking schnitt die Bank mit einem Vorsteuergewinn von 752 Mio. Franken über den Erwartungen ab. Laut Bank haben eine «rege Emissionstätigkeit, anhaltend starke Entwicklungen im Geschäft mit Kredit- und verbrieften Produkten sowie verbesserte Kapitaleffizienz» zum guten Resultat beigetragen.

Die Bank treibt die Restrukturierung des Makro-Geschäfts weiter voran und steigt aus dem Rohstoffhandel aus. Das Makro-Geschäft umfasst das Zins-, Devisen- und Rohstoffgeschäft. Hier will die Bank die Kapitaleffizienz weiter steigern und die Kosten weiter reduzieren. «Im Rahmen dieser Restrukturierung haben wir beschlossen, aus dem Rohstoffhandel auszusteigen», erklärte CEO Brady Dougan.

Im Private Banking fuhr die CS einen Vorsteuerverlust von 749 Mio. Franken ein. Hier schlug sich die Busse an die US-Steuerbehörde nieder. Bei den Netto-Neugeldern übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten. Im zweiten Quartal flossen insgesamt 10,1 Mrd. Franken an neuen Kundengeldern in die Kassen. Per Ende Juni verwaltete der CS-Konzern Vermögen im Umfang von total 1330 Mrd. Franken.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Ganz im Sinn der USA !!! sie wollen den Finanzplatz Schweiz zerstören und nichts anderes. Dieses vorgehen tarnen sie dann als Strafmassnahme gegen Steuersünder und ihre Helfer, der CS.
    1. Antwort von R.Käser , Zürich
      Ein ehrenhaftes Geschäftsmodell ist es sicher nicht, die Steuern welche anderen Nationen gehören aktiv abzuschöpfen und dies mit fraglichen Gesetzen zu legitimieren. Wir haben es auch nicht gerne wenn Geld im Ausland verschwindet und nicht hier besteuert wird. Die US Regierung sollte nicht nur über andere richten, sondern auch über sich selbst, mit all den offenen Baustellen die sie haben.
  • Kommentar von Hagou Hans , Bienne
    ...wieviel durfte zB. der Chef abzocken???
  • Kommentar von Th. Widmer , Basel
    Und die CS Kunden sowie Aktionäre sind die maximal Pikmentierten. Besten dank an die Führer der CS und die USA.