Aderlass bei Boeing – 4000 Stellen weg

Der US-Flugzeughersteller Boeing will 4000 Stellen abbauen. Das entspricht 2,5 Prozent der insgesamt 160'000 Arbeitsplätze. Die Stellen sollen in der Sparte Verkehrsflugzeuge wegfallen. Kündigungen werde es jedoch keine geben.

Flugzeugnasen von Boeing 777 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz neuen Aufträgen zum Beispiel bei Swiss und Air China: Boeing streicht 2,5 Prozent der Belegschaft. Reuters / Archiv

Der US-Flugzeughersteller Boeing will in den nächsten Monaten rund 4000 Arbeitsplätze abbauen. Betroffen sei die Sparte Verkehrsflugzeuge, sagte ein Unternehmenssprecher.

Um Kosten zu sparen, würden auch Hunderte Stellen bei Führungskräften und Managern gestrichen. Insgesamt fallen damit bis Mitte des Jahres 2,5 Prozent der rund 160'000 Jobs bei Boeing weg.

Abbau, um Wachstum zu finanzieren

Betriebliche Kündigungen soll es aber nicht geben. Stattdessen setzt der Airbus-Rivale auf ein freiwilliges Ausscheiden aus dem Konzern. Zudem sollen frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden.

Im Februar hatte der Chef von Boeings ziviler Flugzeugsparte, Ray Conner, bereits angekündigt, dass ein Personalabbau notwendig sei, um «Wachstum zu finanzieren und ein gesundes Geschäft zu führen».

Im Schlussquartal 2015 musste Boeing einen Gewinneinbruch um fast einen Drittel hinnehmen. Ins Gewicht fiel insbesondere die Produktionsdrosselung des Jumbo-Jets 747-8. Auch der Umsatz war rückläufig. Die Auslieferungen in der Verkehrsflugzeug-Sparte sanken um sieben Prozent.