Airbus macht Rekorddeal Der Flugzeugbauer verzeichnet grössten Auftrag seiner Geschichte

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Airbus bekommt Grossauftrag

0:41 min, aus Tagesschau am Mittag vom 15.11.2017
  • Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat die grösste Bestellung seiner Geschichte eingefädelt.
  • Das Geschäft hat laut Preisliste einen Wert von 49,5 Milliarden US-Dollar.
  • Indigo Partners will 430 Mittelstreckenjets des Typs A320neo kaufen.
  • Bill Franke ist Mitgründer und Chef von Indigo Partners und amerikanischer Luftfahrtpionier.

Der Deal ist von historischer Grösse – Airbus zieht somit bei der Dubai Air Show an seinem Erzrivalen Boeing vorbei. Die zweijährlich stattfindende Luftfahrtmesse lief für den europäischen Konzern bisher schlecht – nur wenige Bestellungen des Typs A380 konnte Airbus entgegennehmen.

Riesenbestellung bei Airbus für 49 Milliarden Franken

1:54 min, aus SRF 4 News aktuell vom 15.11.2017

Indigo Partners bestellte nun 273 Exemplare der Version A320neo und 157 Flieger in der längsten Version A321neo. «Neo» steht für die modernisierten Neuauflagen der Mittelstreckenjets. Diese sollen deutlich weniger Sprit verbrauchen.

Für den Airbus-Verkaufschef John Leahy bedeutet ein solcher Deal auch eine Krönung seiner langen Karriere bei Airbus. In Leahy's Dienstzeit hat sich der europäische Flugzeug-Hersteller zum praktisch einzigen grossen Konkurrenten des immer noch weltgrössten Flugzeugbauers Boeing entwickelt.

Flugzeuge für Billig-Linien

Der Mann, der hinter dem Deal steckt, heisst Bill Franke. Der 80-jährige Mitgründer und Chef von Indigo Partners ist ein Veteran der Luftfahrtbranche. Er ist mit Indigo Partners an mehreren Fluggesellschaften beteiligt.

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Bildlegende: Bill Franke Der 80-jährige ist Mitgründer und Chef von Indigo Partners ist ein Veteran der Luftfahrtbranche. Keystone

Die Maschinen sollen für die Fluggesellschaften Wizzair aus Ungarn, Frontier Airlines aus Denver, die chilenische Jetsmart und die mexikanische Volaris fliegen. Frankes Fluggesellschaften verfolgen eine Ultra-Billig-Strategie, bei der die Passagiere zwar niedrige Basis-Preise zahlen, aber alle Extras eigens dazukaufen müssen.