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Das Jahr, in dem die Börse verrückt spielte
Aus Tagesschau vom 30.12.2020.
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Aktienmärkte Ein wahrlich verrücktes Börsenjahr

Das haben sich die Anlegerinnen und Anleger im März nicht in ihren kühnsten Träumen ausgemalt: Ende Jahr purzeln an den grossen Aktienmärkten die Rekorde. Höchststände hüben wie drüben – trotz oder gerade wegen Corona.

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 – In den USA sind am Montag alle drei bekannten Aktienindices auf neue Höchststände geklettert. Auch die europäischen Börsen legen zu. Der deutsche DAX knackte seine bisherige Rekordmarke und der japanische Nikkei-Index befindet sich immerhin auf einem 30-Jahre-Hoch.

Dow Jones.
Legende: SRF

Verrückt, wenn man bedenkt, dass die Märkte im März infolge von Corona noch einen Crash erlebten. Die Aktienkurse und damit die Firmenwerte verloren damals 30 bis 40 Prozent. Die Unsicherheit war gross, die Stimmung im Eimer.

Rasante Erholung

Doch dann setzte eine nie gesehene Erholung ein. Innerhalb weniger Monate waren die Verluste wettgemacht, die Aktionäre wieder glücklich. Zahlreiche Hilfspakete der Staaten und Notenbanken sowie die Aussicht auf einen Impfstoff führten gar zu neuen Rekordständen.

Ausserdem herrscht noch immer Anlage-Notstand. Aufgrund der Tiefzins-Situation sind andere Anlagen wie Anleihen wenig attraktiv. Und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dies bald ändert. Das verleitet Anlegerinnen und Anleger dazu, ihr Geld vermehrt in die risikoreicheren Aktien zu investieren.

Nicht alle Aktien gewinnen

Wer breit an den Börsen investiert ist, dürfte also eine positive Bilanz für das Jahr 2020 ziehen. Der enorme Wertzuwachs bei den Technologie-Titeln war grösser als die Verluste, etwa bei Aktien aus dem Reise- und Freizeit-Sektor.

SMI.
Legende: SRF

Speziell war die Situation auch am Schweizer Aktienmarkt, wo tendenziell defensivere Titel gehandelt werden: Nestlé, Novartis und Roche etwa. Sie verloren im März in der Crash-Phase weniger stark, konnten im Gegenzug aber auch nicht mit den Höhenflügen anderer Aktien mithalten. Das führte dazu, dass sich der Schweizer Leitindex SMI zwar auch stark erholte und sich mit einer positiven Bilanz aus dem Corona-Jahr verabschieden dürfte. Aber über neue Rekordstände können sich die Anleger hier nicht freuen – oder noch nicht.

Tagesschau vom 30.12.2020, 19.30 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das neoliberale System ist nicht sozial und hat eine kaum mehr kontrollierbare Eigendynmik angenommen. D.h. Vermögende können mit viel höheren Beträgen an den Bösen „gamen“ und schöpfen oft viel Geld ab.Es ist nicht durch Leistung verdientes Geld,einfach erspielt,ohne dabei gross die Finger krümmen zu müssen.Kein Heldenstück, sondern gegenüber normalen Arbeitskräften, die wirklich arbeiten und zum Teil Working Poor sind,eine Frechheit. Längst müssten solche Gewinne viel höher besteuert werden.
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  • Kommentar von Adrian Steinemann  (steinead)
    Wir erinnern uns an die Konzernveratwortungsinitiative.
    Es ist gut zu merken, dass das Verantwortungsverhalten der reichen und superreichen, der Konzernverantwortlichen, der Cheffe usw. auch CH intern nicht anders ist. Die Idioten sind nur wir Arbriter, die bis heute hoch pflichtbewusst, voller Respekt und ANGST dieses System am Leben erhalten. Sie sind nur deswegen so reich! Wir leben gut, im Verhältnis würde uns aber sehr!! viel mehr zustehen. Lassen wir uns nicht für die krank machen!
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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Und die reichen werden dank den kleinen immer reicher ohne das diese etwas für Ihr Geld machen müssen
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