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Seltener Whisky als Anlageobjekt
Aus 10 vor 10 vom 23.02.2021.
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Anlagenotstand Ein Whisky für über eine Million Franken

Anlagen in Uhren, Getränke und Teddys boomen – mitten in der Corona-Wirtschaftskrise.

Wer Geld hat, setzt zunehmend auf Realwerte. Gemäss einer Umfrage der Credit Suisse bei den eigenen Kunden besitzen 70 Prozent der sehr vermögenden Privatpersonen Sammelobjekte im Portfolio. 15 Prozent gaben an, zwischen fünf bis zehn Prozent ihres Vermögens so angelegt zu haben.

Vom Whisky bis zum Teddy

Sie investieren in teure Uhren, Oldtimer-Autos, Kunstobjekte und Schmuck. Oder in Whisky: Das begehrte Destillat einer Flasche «The Macallan 1926 Fine and Rare» wurde am Montag für eine Million Pfund versteigert.

Zwei Teddybären
Legende: Der Wert dieser beiden Teddybären wird trotz ihres Zustands und Alters auf mehrere tausend Pfund geschätzt. Keystone

Auch Plüschtiere werfen eine Rendite ab. Für Teddybären der Marke Steiff werden je nach Zustand, Qualität und Alter gut und gerne mehrere tausend Euro bezahlt. In Ausnahmefällen bezahlten die Käufer sogar über 150'000 Euro für einen Steiff-Bär.

Marktumfeld verstärkt den Trend

Gemäss Matthias Geissbühler, Anlagechef Raiffeisen Schweiz, ist die Geldpolitik der Notenbanken ein wichtiger Grund für den Boom. Mit Sparguthaben lasse sich bei Negativzinsen nichts mehr verdienen:

«Im Gegenteil. Man kann zuschauen, wie das Geld wie Schnee an der Frühlingssonne schmilzt», sagt Geissbühler. Deshalb werde ein Teil des Geldes alternativ in Sachwerte investiert.

Man kann zuschauen, wie das Geld wie Schnee an der Frühlingssonne schmilzt.
Autor: Matthias GeissbühlerAnlagechef Raiffeisen Schweiz

Mehrere Billionen Dollar haben die fünf grossen Notenbanken während der Corona-Pandemie ins Wirtschaftssystem gepumpt. «Dieses Geld sucht nach Anlagemöglichkeiten», so Geissbühler.

Durch den Börsenboom, wachsende Immobilienpreise und alternative Anlagen konnten viele Wohlhabende ihr Vermögen massiv steigern. Während gewisse Personen Existenznöte haben, wissen andere nicht, was sie mit ihrem Geld machen sollen.

«Die Situation ist wirklich absurd», sagt Geissbühler. Hinzu komme, dass auch die Angst vor einer Inflation durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken geschürt wurde.

Sachwerte haben ihre Risiken

Ob Uhr, Whisky oder Teddy: Diese Objekte haben keinen fixen Preis. Der Preis ist jener, den ein Käufer zu bezahlen bereit ist. Dies birgt auch Risiken, wie das Beispiel der Perserteppiche zeigt. Für einen solchen habe man noch vor 30 bis 40 Jahren extrem hohe Preise bezahlt, sagt Geissbühler. Heute sei das völlig anders: «Mittlerweile kann man froh sein, wenn man ein paar hundert Franken dafür erhält.»

10vor10, 23.02.2021, 21:50 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Ich haette noch einen Chateau Mouton Rothschild 1960, Reservee chateua marqees, Nr 160160 mit Kuenstleretiquette von Jaques Villon....
    Trinkbar? wohl kaum mehr! und so ists wohl mit dem Whisky...
    Denn mit Korken halten beste Schnaepse und Weine nicht laenger als 20/30 Jahre...
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Hat man bei unsere Nachrichten Diensten nichts wichtiges zu berichten? Das man mit sinnlose und dekadenten Geschehnisse muss berichten?
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Wer arm ist, bleibt meist arm. Und wer schon genug hat, bekommt noch mehr. So sieht die aktuelle Entwicklung aus. Gut ist das aber für niemanden. Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu. Das gilt auch fürs Geld. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Die Superreichen, mehren ihren gigantischen Besitz auch in der Krise. Menschen in Not zu unterstützen und für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft einzutreten sollte ein Anliegen der Reichen sein.
    1. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      Der Reiche ist nicht Dagobert Duck der das Geld im Pool aufbewahrt sondern Investiert und so Arbeit und dadurch Einkommen schafft.
      Und Reiche sind eigentlich nicht reich.. Aber ICH bin reich, ich habe Brot auf meinem Fruehstuckstisch.. sogar 2 Sorten, etwas das Millionen und aber Millionen nicht haben... und das Milliarden nicht haben taeten ohne Investment.

      Haben Sie ein Bank-Konto, dann schaffen auch Sie Arbeit.. solange nur ein Fraenkli dort ruht.. sind Sie ein Investor!