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Knall bei Raiffeisen – Präsident Lachappelle tritt zurück
Aus 10 vor 10 vom 15.07.2021.
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Auf Ende Juli Raiffeisen-Präsident Guy Lachappelle tritt zurück

  • Guy Lachappelle, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisen-Gruppe, hat seinen Rücktritt per Ende Juli 2021 bekanntgegeben.
  • Die Amtsgeschäfte übernimmt per sofort Vizepräsident Pascal Gantenbein, der das Präsidium ad interim bis zur nächsten Generalversammlung führen wird.
  • Zu den Gründen des Rücktritts äusserte sich die Bank nicht.
  • Offenbar waren gegen Lachappelle kurz zuvor zwei Strafanzeigen eingereicht worden, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

Lachappelle teilte an einer Pressekonferenz sichtlich gerührt mit, dies sei kein einfacher Gang für ihn – und besonders auch für seine Familie nicht. «Ich finde keine passenden Worte, um meine Dankbarkeit bei meiner Familie und auch bei unseren Freunden auszudrücken. Unendliche Demut trifft es wohl noch am besten auf den Punkt», sagte Lachappelle.

Weil die Ereignisse nicht seine Zeit bei der Raiffeisen betreffen würden, werde er per Ende des Monats zurücktreten. So könne auch eine geordnete Übergabe sichergestellt werden, so Lachappelle. Auf Anfrage von SRF hiess es bei der Bankengruppe Raiffeisen, man würde die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger umgehend in Angriff nehmen.

Die Dienste von Lachappelle werden vom Raiffeisen-Verwaltungsrat verdankt. Angaben zu den Gründen macht die Bank in der Medienmitteilung nicht. Vor seiner Zeit bei der Raiffeisen war Lachappelle jahrelang Chef der Basler Kantonalbank. 

Berichte von zwei Strafanzeigen

Der Rücktritt erfolgt kurz nachdem die Tamedia-Zeitungen Lachappelle mit einer Recherche konfrontiert hatten, wonach zwei Strafanzeigen gegen ihn eingereicht worden seien.

Laut dem «Tagesanzeiger» betrifft die eine Strafanzeige Vorwürfe im persönlichen Umgang. Die zweite Strafanzeige soll im Zusammenhang stehen mit seiner Tätigkeit als Chef bei der Basler Kantonalbank und bei Raiffeisen. Demnach habe Lachappelle als Chef der Basler Kantonalbank «potentiell börsenrechtlich relevante vertrauliche» Informationen weitergegeben. Konkret gehe es um eine Präsentation zum digitalen Umbau der Bank. Lachappelle habe die Präsentation über eine private E-Mail-Adresse weitergeleitet. Das Mail liege dem «Tagesanzeiger» vor.

Für Lachappelle gilt bei beiden Anzeigen die Unschuldsvermutung.

SRF 4 News, 15.07.2021, 18 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Warum Banken nicht voneinander lernen könne ist mir schleierhaft..
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das Vertrauen in Spitzenbanker schwindet immer mehr. Wo ( in welchen grösseren Banken) wird wirklich noch sauber mit nur „weissem“ Geld gearbeitet? Das soll mir jemand aufzählen!
    1. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Falls Sie (WIRKLICH) konkrete Hinweise zu Schwarzgeld-Geschäften haben, dann melden Sie das bitte umgehend den zuständ. Behörden.

      Andernfalls sind es nur Mutmassungen. Oder Verdächtigungen.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Müller: in diesem Fall beichtete der Sünder selber. Selten kommt es in den Teppichetagen vor, dass ein Mann so ehrlich ist.
  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Gibt es vielleicht andere Gründe wie z.B. die Kenntnis dass das Finanzsystem in seiner jetzigen Form bald zusammenbrechen wird, und durch etwas neues ersetzt werden muss und dass die Macht der grössten Finanz- und Hightech Konzerne solche Dimensionen erreicht hat dass Schweizer Banken in seiner Grössenordnung
    überhaupt keine Chancen mehr haben.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Diese genannte Kenntnis ist nicht vorhanden, weshalb es wohl kaum zu den Gründen gehört. Da die genannten Gründe ausreichen, braucht es auch keine anderen.