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Raiffeisen-Gruppe will ihre Interessen künftig eigenständig vertreten
Aus SRF 4 News aktuell vom 10.11.2020.
abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
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Austritt per Ende März Raiffeisen verlässt die Bankiervereinigung

  • Die Raiffeisen-Gruppe tritt per Ende März 2021 aus der Schweizerischen Bankiervereinigung aus.
  • Die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz will ihre Interessen künftig eigenständig vertreten.
  • Die Bankiervereinigung bedauert den Entscheid.

Die Bankenbranche und die Interessen der verschiedenen Akteure auf dem Schweizer Finanzplatz hätten sich in den vergangenen Jahren stark verändert, schreibt Raiffeisen in einer Mitteilung. Die Bankengruppe habe im Rahmen ihrer Gruppenstrategie deshalb ihre Rolle in der Mitgestaltung der politischen Rahmenbedingungen kritisch überprüft.

Raiffeisen will sich künftig eigenständig zu gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Themen äussern.

Schon länger Differenzen

Die Schweizerische Bankiervereinigung bedauert den Entscheid. Sie sei auch in Zukunft offen für die Mitgliedschaft von Raiffeisenbanken und deren Mitarbeitenden. Der Branchenverband werde sich weiterhin für das Gesamtinteresse des Bankenplatzes engagieren.

Bei der Bankiervereinigung wird seit längerem von Differenzen zwischen den unterschiedlichen Bankengruppen berichtet. Die inlandorientierten Banken äussern sich bereits seit einigen Jahren über die sogenannte Koordination Inlandbanken (KIB) separat zu politischen Themen. Zur KIB gehören die Migros-Bank, die Raiffeisen-Genossenschaft, der Verband Schweizerischer Kantonalbanken und der Verband Schweizer Regionalbanken.

SRF 4 News, 10.11.2020, 07:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Morello  (Andreas Morello)
    Dürfte interessant sein zu sehen, wie sich das auf die zukünftige Gestaltung der Branchenlösung VSB auswirkt, die ja durch die Bankiervereinigung erfolgt.
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  • Kommentar von Ma Pe  (mape)
    @srf Sie schreiben mehrere Male über Differenzen, aber gehen nicht weiter darauf ein. Könnten sie vielleicht ein wenig erläutern WAS für Differenzen zu diesem Bruch führten?
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    1. Antwort von Ihr Kommentar (SRF)
      @Ma Pe Guten Tag, Inland-orientierte Banken wie Raiffeisen- oder Kantonal- oder Reginalbanken, die v.a. Lohnkonti und Hypotheken anbieten, haben andere Interessen als global tätige Finanzkonzerne, die z.B. auch im Investmentbanking am grossen Rad drehen. Und in der Bankiervereinigung, so scheint es, geben die Grossen den Ton an. Die Inland-orientierten Banken sehen zum Beispiel nicht ein, weshalb sie den gleich strengen Regeln, etwa beim Eigenkapitalpolster, unterworfen sein sollten wie die Grossbanken. Deshalb versuchen sie vermehrt, mit einer eigenen Lobby-Organisation auf die Politik Einfluss zu nehmen. Liebe Grüsse, SRF News
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