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Der Quartierladen in der Krisenzeit
Aus Tagesschau vom 31.03.2020.
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BAG-Vorschriften Corona und der Quartierladen

Die Corona-Vorschriften des Bundes: Für die grossen Detailhändler sind sie nahezu problemlos umsetzbar. Anders siehts bei kleinen Quartier- und Bio-Läden aus, sie stehen wegen wenig Platz und fehlendem Material vor Herausforderungen.

Dem Quartierladen Bläsi aus Oberau bei Kriens geht es wie allen Lebensmittelläden: sie stehen vor ganz neuen Herausforderungen aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen. Zusammen mit ihrem Mann führt Barbara Bläsi den kleinen Lebensmittelladen.

Wie bekommen wir plötzlich flaschenweise Desinfektionsmittel?
Autor: Barbara BläsiGeschäftsführerin Quartierladen Oberau

«Wie bekommen wir plötzlich flaschenweise Desinfektionsmittel, wie bekommen wir Plakate, Plakatständer, eine Plexiglasscheibe, um unser Personal und die Kunden zu schützen», sagt die Ladeninhaberin.

Das Bundesamt für Gesundheit fordert von den Lebensmittelläden neben diverser Hygienemassnahmen auch Distanz zwischen den Kunden. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche darf nur noch eine Kundin oder ein Kunde einkaufen.

Kleine Läden haben Mühe

Marco Geu von der Gewerkschaft Syna sagt, die grossen Detailhändler kämen gut zurecht mit der Situation. Bei den kleinen Läden aber hapere es hie und da. «Das Problem bei den kleineren Läden ist, dass sie oftmals überrumpelt worden sind von der Situation.» Sie hätten Mühe, geeignetes Material aufzutreiben und müssten deshalb momentan ziemlich erfinderisch sein.

Zum Beispiel bei der Zutrittskontrolle: Pierre Moser vom Bioladen in Zürich-Altstetten löst es mit Eintrittskarten. Sieben von ihnen liegen in einem Korb vor dem Laden. Sind sie alle weg, müssen die Kunden draussen warten.

Das Geschäft aber läuft gut. Pierre Moser machte rund 60 Prozent mehr Umsatz in den letzten Wochen und hat zusätzliches Personal eingestellt. Und weil die Platzverhältnisse eng sind, müssen Arbeiten wie Gestelle auffüllen oft warten bis am Abend nach Ladenschluss.

Ladenbesitzer müssen momentan sehr flexibel sein.
Autor: Pierre MoserDetailshandelsverband Veledes

Zusätzlich ist Moser noch im Detailshandelsverband Veledes tätig und versuche den Mitgliedern jetzt möglichst schnell Plakate zur Verfügung zu stellen. «Wir möchten ihnen die Infrastruktur geben, damit sie sich auf das Ladengeschäft konzentrieren können.» Die Ladenbesitzer müssten sehr flexibel sein, da momentan jeder Tag anders als der nächste sei.

Flexibel ist man auch im krienser Quartierladen. In wenigen Tagen hat die Leitung einen Heimlieferservice aufgebaut. Das Geschäft läuft wie geschmiert und schützt Kunden und Personal zusätzlich vor dem Virus.

Tagesschau, 31.03.2020, 19:30 Uhr; dror;daed

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Berger  (mberger)
    Heute kam ich von einem stressigen Einkauf zurück. Ich habe die Zeit über Mittag genutzt, in der falschen Annahme, dass weniger Kunden einkaufen. Lobenswert das Desinfektionsmittel am Eingang. Hingegen finde ich schade, dass noch immer keine Einweghandschuhe vorgeschrieben sind, auch dass jüngere Paare gemeinsam einkaufen gehen und so längere Zeit plaudernd Regale blockieren. Von Freunden aus Spanien höre ich, dass Leute nur alleine einkaufen dürfen, das wünschte ich mir auch hier.
  • Kommentar von Patrick Lohri  (Patrick Lohri)
    Da wären jetzt Schutzmasken hilfreich!