Bayer zahlt mehr für Monsanto

Der Chemieriese legt im Übernahmekampf um den US-Saatguthersteller Monsanto nach. Grund dafür seien
neue Informationen, die sich aus vertraulichen Gesprächen ergeben hätten.

Der deutsche Chemieriese Bayer legt im Übernahmekampf um den US-Saatguthersteller Monsanto nach. Der Konzern hat sein Gebot von 122 auf 125 Dollar je Aktie erhöht.

Grund dafür seien neue Informationen, die sich aus vertraulichen Gesprächen ergeben hätten, erklärte Bayer. Zudem sei man, wenn nötig, zu Zusagen gegenüber den Behörden bereit, um die Übernahme nicht scheitern zu lassen.

Bayer hatte im Mai überraschend rund 62 Milliarden Dollar (61 Milliarden Franken) für Monsanto geboten. Doch der Saatguthersteller hatte das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen.

Bayer würde durch den Zusammenschluss zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft. Dennoch war der Deal von Anfang an umstritten. Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in Kritik. Monsanto wird ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Ausserdem vertreibt der Konzern den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein.