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Bericht der Finanzkontrolle 530 Firmen zahlten Dividenden – trotz Corona-Hilfen

  • Viele Unternehmen in der Schweiz haben unter der Coronakrise gelitten.
  • Ohne finanzielle Unterstützung hätten sie die Pandemie wohl nicht überstanden. Das sagt ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK).
  • Der Bericht hält fest: Selbst mit Krediten, für die der Bund bürgte, gerieten viele Unternehmen während der Pandemie in Schieflage.
  • Trotz eines Verbots hätten 530 Firmen aber auch Gewinne ausgeschüttet, in Form von Dividenden. Das würde gegen das Dividenden-Ausschüttungsverbot verstossen.
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Archiv: Coronakrise: Dividendenauszahlung trotz Kurzarbeit
Aus Tagesschau vom 06.05.2020.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 26 Sekunden.

Diese Unternehmen hatten ein Bürgschaftsvolumen von 158 Millionen Franken, wie die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in einem am Montag veröffentlichten Bericht festhält. An Dividenden wollten sie insgesamt 209 Millionen Franken ausschütten.

Bis Ende September des Vorjahrs gab es insgesamt 2151 mutmassliche Verstösse gegen das Dividenden- oder Kapitalaufstockungsverbot. 258 waren noch in Abklärung. In 242 Fällen bestätigte sich der Missbrauchsverdacht nicht.

1627 Fälle kamen nicht zur Anzeige

Weitere 1627 Fälle korrigierte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ohne Anzeige. Strafanzeigen reichte es in 24 Fällen mit einem Kreditvolumen von 5.2 Millionen Franken ein. Insgesamt sah sich das Seco bis zum Ende des dritten Quartals 2021 mit 8739 Verdachtsfällen von möglichen Missbräuchen konfrontiert.

71 Prozent davon hatte die EFK gemeldet. Mehr als 5000 Fälle waren bis Ende des dritten Quartals 2021 abgeschlossen. In 84 Prozent dieser Fälle erwies sich der Missbrauchsverdacht als gerechtfertigt. Das führte zu Korrekturen oder/und Strafanzeigen.

SRF 4 News, 05.04.2022; 06:30 Uhr;

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57 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für die Diskussion zu Dividenden trotz Corona-Hilfe Wir wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Andreas Morello  (Andreas Morello)
    Ohne genauere Angaben, was für Fälle unter die Kategorie "Berichtigt ohne Anzeige" fallen, kann ich höchstens darüber spekulieren.

    Darunter werden sehr wahrscheinlich Korrekturen von Fehlern fallen, die keinen Einfluss auf die Berechtigung der Überbrückungskredite haben.

    Vermutlich sind darunter auch Fälle, wo sich die Differenz zwischen der gewährten Summe des Überbrückungskredits und der Summe, welche dem Unternehmen eigentlich zugestanden wäre, im Bagatellbereich bewegen.
  • Kommentar von Thomi Furrer  (Thömi)
    @PM der Staat ist auch ein Spiegel der Gesellschaft.
    Wie selbstkritisch die Bürger eines lateinamerikanischen Landes betonen: die Bürger haben den Staat den sie verdienen!