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Gutscheine – beliebt, aber tückisch
Aus Tagesschau vom 24.12.2018.
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Bestseller an Weihnachten Der Gutschein – ein Geschenk mit Tücken

Fehlen zündende Ideen, wird gerne ein Gutschein gekauft. Viele davon werden aber nie eingelöst.

Weihnachten ist für viele gleichbedeutend mit Schenken. Aber oftmals fehlt es an einer guten Idee für das ideale Geschenk oder an der Zeit, dieses noch zu kaufen. Gutscheine sind da für viele ein willkommener Ersatz.

Doch sie können auch eine wohlüberlegte Geschenkidee sein: «Es gibt halt Familienmitglieder oder Freunde, die man zwar gut kennt. Aber man möchte ihnen doch die Möglichkeit offen lassen, selber zu bestimmen», sagt ein Käufer in letzter Minute.

Gutscheine boomen

So ist der Gutschein ein eigentlicher Bestseller. Für keine andere Geschenk-Kategorie wird in der Schweiz so viel Geld ausgegeben. Doch das beliebte Geschenk hat auch seine Tücken.

Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz sagt, die Einlösedauer betrage vielfach nur ein Jahr oder sogar noch weniger. «Oder dann bekommen Leute beim Einlösen auch nicht Geld zurück bei einem Restbetrag, sondern einen weiteren Gutschein.» Und das passe oft auch nicht.

Kampf ums Ablaufdatum

Bei vermeintlich abgelaufenen Gutscheinen gelte es aber, sich zu wehren. Die gesetzlichen Verfallsfristen im Obligationenrecht seien länger als von vielen angenommen. Sie betragen laut Konsumentenschützerin Stalder fünf Jahre für kleine Dienstleistungen und Geschenke, zum Beispiel für ein Buch oder ein Essen. «Und für grosse Dienstleistungen oder Geschenke, wie zum Beispiel eine Hotelübernachtung oder eine kleine Reise, gelten 10 Jahre.»

In vielen Fällen kommt es zu keinen Schwierigkeiten. Denn Stalder schätzt, dass rund die Hälfte der Gutscheine gar nie eingelöst werden. Ein gutes Geschäft für die Läden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Matzinger  (Mysenf)
    Was ist es jetzt, eine Konsumschuld oder eine ungerechtfertigte Bereicherung? ;-)
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Gutscheine sind nur eine der vielen ueblen Sumfblueten der gefoerderten statt kandarierten Konsumentenabzocke. Wegen der Vorteile fuer den Aussteller sollten sie schon mit einem Einschlag von mindestens 10 Prozent verkauft werden. Werden sie zum vollen Wert verkauft, sollten sie mindestens 20 Jahre lang auch voll und nicht nur das Wechselgeld in gesetzlichem Geld ausbezahlt werden muessen....
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Was sind "vielen ueblen Sumfblueten"?
  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Ein bisschen Geld ohne Gegenleistung in der Tasche ist doch auch ein Weihnachtsgeschenk (für die Wirtschaft).
    1. Antwort von Armin Spreter  (aspre)
      Fast jedes Geschenk ist für die Wirtschaft. Diese Frage stellt sich jedes Jahr mehrmals : was soll man Erwachsenen oder auch Kinder schenken, wenn sie doch schon (manchmal) mehr haben als sie "benötigen" und sich unter dem Jahr und zu jeder Zeit alles beschaffen können, wonach ihnen der Sinn steht? Früher war einmal.